Menschenhändler und Chaos bei der Räumung Grosse Sorge um die Kinder des «Dschungels»

Tausende Menschen warten im franzöischen Calais auf eine Überfahrt nach Grossbritannien. Unter den Flüchtlingen sind auch Hunderte Kinder. Sie leben besonders gefährlich.

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Das Flüchtlingslager am Ärmelkanal, der sogenannte Dschungel von Calais, wird wieder geräumt. Nach offiziellen Angaben leben dort etwa 6500 Menschen. Hilfsorganisationen sprachen im Sommer sogar von mehr als 10'000 Flüchtlingen, die dort auf eine Überfahrt und ein besseres Leben in Grossbrtannien hofften.

Unter den Menschen im Camp befinden sich Schätzungen zufolge auch etwa 1300 unbegleitete Kinder. Um sie zeigen sich die Mitarbeiter von Hilfsorganisationen besonders besorgt. Sie glauben, die Kinder könnten im allgemeinen Chaos bei der Räumung des Lagers verlorengehen oder in beliebige Unterkünfte in Frankreich gebracht werden, anstatt statt mir ihren Familien in Grossbritannien vereinigt zu werden. Zudem wird befürchtet, Kinder könnten in die Fänge von Menschenschmugglern gelangen.

Haben die Behörden die Lektion gelernt?

Die Angst der Helfer ist begründet. Bei der letzten Räumung des Dschungels verschwanden mehr als 100 Kinder, wie Lily Caprani von Unicef UK der Nachrichtenseite «theguardian.com» zufolge erklärt. «Die Behörden müssen jetzt beweisen, dass sie die Lektion vom letzen Mal gelernt haben und während dieses Prozesses jedes einzelne Kind beschützen.» 

Sorge bereitet auch der Umstand, dass es bei der Räumung zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei, Flüchtlingen und Demonstranten kommen könnte, bei denen die Kinder Tränengas, Wasserwerfern und der Gefahr einer panisch reagierenden Menschenmenge ausgesetzt würden.

Einige der unbegleiteten Kinder wurden in den vergangenen Tagen bereits nach Grossbritannien gebracht. Bleibt zu hoffen, dass der Rest noch folgt, bevor es zu gewaltsamen Zwischenfällen kommt. (noo)

Publiziert am 24.10.2016 | Aktualisiert am 26.10.2016
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3 Kommentare
  • Henry  Loosli , via Facebook 24.10.2016
    nun ist das grosse Jammern der Flüchtlings Industrie zu hören die armen Kinder, waren die Kinder nicht auch arm als sie in diesem Jungel leben mussten ? Nun kommen sie in ein geordnetes Leben werden registriert, vielleicht findet man die Eltern und man kann sie einschulen, also die Kinder sind die die davon nun endlich profitieren. hört auf mit der Mitleidsmasche es muss geräumt werden um Ordnung zu schaffen
  • Jan  Berger 24.10.2016
    "Einige der unbegleiteten Kinder wurden in den vergangenen Tagen bereits nach Grossbritannien gebracht."

    Genau. Nur waren unter diesen "Kindern" praktisch keine Minderjährigen, die "grössten" von ihnen dafür schon über 40 Jahre alt! Diese ewige Mitleid erheischen ist komplett unethisch uns gegenüber, die das immer alles ausbaden und für alle zahlen sollen. Wir haben das Recht, von Menschen, die angeblich bei uns Zuflucht suchen, Namen, Alter und Herkunft zu erfahren. Alles andere ist Betrug!
    • Cubo  Magico aus Ulan Bator
      26.10.2016
      Absolut einverstanden! Bei der aktuellen Migrationswelle sind gemäss den Berichten und Fotos fast alle Kinder. In Tat und Wahrheit sind die meisten aber junge Männer. Wäre schön, wenn auch Blick dies mal erwähnt, im Sinne einer ausgewogenen Berichterstattung.