Menschenhändler in Deutschland Junge Rumäninnen zu Sex gezwungen

STUTTGART – Die Menschenhändler aus Rumänien holten junge Frauen aus ihrer Heimat nach Deutschland und zwangen sie zur Prostitution. Jetzt legte ihnen die Polizei das Handwerk.

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780 Polizei- und Zollbeamte führten heute eine riesige Razzia in verschiedenen Bundesländern durch. Dabei verhafteten die Beamten 13 Verdächtige, weitere sechs Personen wurden vorläufig festgenommen.

Ihr Verbrechen: Sie sollen jahrelang junge Frauen aus Rumänien zur Prostitution gezwungen haben. Die Übeltäter versprachen jungen Frauen in ihrer Heimat Arbeit in der Gastronomie und lockten sie so nach Deutschland.

Familien bedroht

Dort aber mussten die jungen Rumäninnen in Bordellen mit «Flatrate-Sex» arbeiten. Dabei dürfen Männer so oft Sex haben, wie sie wollen und können. Wenn die Frauen nicht spurten, drohten die Menschenhändler mit Gewalt gegen ihre Familien.

Die Festnahmen der überwiegend aus Rumänien stammenden 19 Männer und Frauen stehen in engem Zusammenhang mit dem derzeit in Stuttgart laufenden Prozess gegen Betreiber der Bordellkette «Pussy-Club».

In Haft ist jetzt auch der mutmassliche Kopf der Gruppierung, der sich nach Spanien abgesetzt hatte und von seinem Versteck aus die Geschäfte geführt haben soll. Er ging den Fahndern am Samstag in Madrid ins Netz.

Seit 2004 Menschenhandel

Die Fahnder gehen davon aus, dass die hierarchisch aufgebaute Gruppe seit 2004 Menschenhandel mit jungen Rumäninnen betrieb. Diese hätten in den Bordellen als Scheinselbstständige arbeiten müssen. Weder wurde der versprochen Lohn bezahlt, noch Steuern und Sozialabgaben entrichtet.

Allein die fünf Angeklagten im Stuttgarter Prozess sollen rund 2,3 Millionen Euro Sozialversicherungsbeiträge am Fiskus vorbei geschleust haben. Von März 2008 bis Juli 2009 sollen sie rund 200 Frauen in den vier Bordellen mit niedrigen Pauschalpreisen beschäftigt haben. Für 100 bis 200 Euro hätten sich die Frauen einen Tag lang zur Verfügung halten müssen. (SDA/num)

Publiziert am 07.03.2010 | Aktualisiert am 09.01.2012
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2 Kommentare
  •   08.03.2010
    der Martin Schneider scheint sich ja auszukennen.
  •   08.03.2010
    Und was machen die schweizer Schnarchnasen-Behörden? Das ist doch täglich Brot in unseren sauberen Clubs und Puffs!!!