Mehrere Erdbeben in Mittelitalien 3000 Menschen mussten im Regen übernachten

Mehrere Erdbeben, Dutzende Nachbeben, Dunkelheit und Regen bescherten Tausenden Menschen in Italien eine schlaflose Nacht der Angst.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Genf, Sydney, Washington Frauen marschieren gegen Trump
2 Sie spielten Billard, als die Schneewalze kam Hotel-Kinder überlebten...
3 Trump erträgt die Wahrheit nicht «Noch nie wohnten so viele Menschen...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
3 shares
Fehler
Melden

Rund 3000 Menschen haben nach den Erdbeben in Mittelitalien ihre Häuser verlassen und im Freien oder in Notunterkünften übernachtet. «Wir suchen nach Unterkünften. Wir können in dieser Jahreszeit keine Zelte aufschlagen», sagte der Chef des Zivilschutzes der Region.

 

Die Bevölkerung verbrachte eine Nacht der Angst. Heftige Niederschläge erschwerten die Lage. Drei Spitäler in der Region Marken mussten aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. Die Patienten sind in anderen Spitälern der Gegend untergebracht worden.

Die Erdstösse ereigneten sich in der gleichen Region, wo Ende August ein heftiges Beben 298 Todesopfer forderte, die meisten davon in der Ortschaft Amatrice (BLICK berichtete).

Die Rettungsteams versuchten am Donnerstagmorgen, sich einen Überblick über das Ausmass der Schäden verschaffen. Die Dunkelheit, Regen sowie Dutzende Nachbeben hatten zuvor eine genaue Schadensabschätzung verhindert.

Um die 1000 Kräfte Rettungskräfte waren im Einsatz. «Der Rettungseinsatz hat gut funktioniert, vor allem wenn man bedenkt, dass das Erdbebengebiet besonders gross ist. Wir werden niemanden allein lassen», sagte Innenminister Angelino Alfano.

Weniger Opfer als erwartet

Nach den Worten des italienischen Zivilschutzchefs Fabrizio Curcio wurden zwar viele Gebäude zerstört oder beschädigt, doch war die Lage «nicht so katastrophal», wie es angesichts der Stärke der Erdstösse zu erwarten gewesen wäre.

Dass die Menschen ihre Wohnungen so rasch verliessen, dürfte dazu beigetragen haben, dass es nicht mehr Opfer gab. In der Ortschaft Tolentino erlag ein 70-jähriger Mann nach Angaben der Polizei einem Herzinfarkt, ansonsten gab es nur Leichtverletzte.

Innenminister Alfano versprach Hilfen für den Wiederaufbau der zerstörten Gemeinden. Die Regierung von Premier Matteo Renzi hatte erst vor einigen Tagen einen Plan für Investitionen in Höhe von vier Milliarden Euro für den Wiederaufbau jener Region verabschiedet, die bereits beim schweren Erdbeben am 24. August beschädigt worden war.

Die beiden Beben der Stärke 5,5 und 6,1 hatten am Mittwochabend im Abstand von zwei Stunden die Region Marken erschüttert. Seit dem ersten Erdstoss gegen 19.10 Uhr zählte das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) rund 60 weitere Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 4,6.

Auf Social Media wird jedoch noch immer von Nachbeben berichtet. So zum Beispiel im Ort Castel Sant'Angel. (SDA/kra)

 

 

Publiziert am 27.10.2016 | Aktualisiert am 31.10.2016
teilen
teilen
3 shares
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS