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Die saudische Internet-Zeitung «Sabq» berichtet, der Henker habe gestern auf dem zentralen Hinrichtungsplatz der Stadt Mekka bereits sein Schwert bereitgehalten, als plötzlich der 63-jährige Vater des Opfers aus dem Kreis der Schaulustigen heraustrat und dem Todeskandidaten das Leben schenkte.
Der wegen Mordes zum Tode verurteilte 36-Jährige und seine Angehörigen hätten vor Freude geweint, berichtet «Sabq».
Der Mann hatte vor drei Jahren auf der Strasse mit der erwachsenen Tochter des Mannes gestritten. Erst verprügelte er sie. Dann überfuhr er die junge Frau mit seinem Auto.
In Saudi-Arabien urteilen die Gerichte auf der Grundlage einer besonders konservativen Auslegung der «Scharia» (islamisches Recht), die für Mord, Vergewaltigung und Totschlag den Tod durch das Schwert vorsieht. Die Familie eines Mordopfers kann dem Täter aber verzeihen. Das Urteil wird dann nicht vollstreckt. (SDA)