Seine Geschichte klingt unglaublich. Nach eigenen Angaben war der 70-jährige Bergsteiger aus Deutschland vor rund einer Woche zu einer Wanderung in den Stubaier Alpen in Tirol aufgebrochen. Er sei allein unterwegs gewesen und habe zur Amberger Hütte wandern wollen, wie «ORF.at» berichtet.

Auf einer Höhe von etwa 3000 Meter sei er in die Spalte im Tiroler Schrankogel gestürzt, teilte die Polizei mit. Sechs Tage habe er dort überlebt. Heute konnte der Mann gerettet werden. «Passanten, die auf dem Berg waren, haben ihn schreien gehört. Dann ist die Alarmierung erfolgt», sagt Franz Santer, Einsatzleiter der Bergrettung in Gries im Sellrain gegenüber «ORF».

Die Bergung sei gut verlaufen. «Wir haben den Mann mit einer Seilrolle herausgeholt. Er war etwa zehn bis 15 Meter in der Spalte. Er hatte unten einen Platz, wo er drauf gesessen ist, so eine Art Platte», sagt Santer weiter. Er spricht von einem «Wunder».

Der 70-Jährige sei nur leicht verletzt gewesen, allerdings unterkühlt und erschöpft. Wie «Welt Online» berichtet, habe sogenannter Sulzschnee die Spalte überdeckt. Dieser könnte dem Mann aber auch das Leben gerettet haben. Nach eigenen Angaben habe er Tauwasser getrunken.

Der Alpinist wurde mit einem Helikopter in eine Klinik in Innsbruck gebracht. Die Polizei sucht Kontakt zu Angehörigen oder Freunden, um seine Identität zu überprüfen. (gtq)

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