Magnet für Neonazis Hitlers Geburtshaus wird abgerissen

BRAUNAU AM INN - Der Ort, an dem Adolf Hitler sein erstes Lebensjahr verbrachte, ist immer wieder Ziel von Neonazis, die an dieser Stelle Erinnerungsfotos schiessen. Jetzt ist Schluss damit.

Adolf Hitler Geburtshaus: Neonazi-Magnet in Österreich wird abgerissen play
Hier kam das Böse zur Welt: Hitlers erstes Zuhause. KEYSTONE/AP/Kerstin Joensson

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Das Hitler-Geburtshaus in Braunau am Inn in Österreich soll abgerissen und an seiner Stelle ein neues Gebäude errichtet werden. Das sagte Innenminister Wolfgang Sobotka heute der Zeitung «Die Presse«. «Die Kellerplatte kann bleiben, aber es wird ein neues Gebäude errichtet», sagte er.

Er folge damit einer Empfehlung einer Expertenkommission, sagte Sobotka. Das neue Gebäude solle von einer sozialen Einrichtung oder von Behörden genutzt werden. «Es wird keinen Wiedererkennungswert haben", so ein Sprecher des Ministeriums.

Das Haus ist immer wieder Ziel von Neonazis, die an dieser Stelle Erinnerungsfotos schiessen. Österreich will verhindern, dass das Haus zu einer «Pilger- und Gedenkstätte» für Neonazis wird.

Sobotka kündigte an, er wolle nun die von der Regierung beschlossene Enteignung des Hauses vom Parlament absegnen lassen. Das Haus, in dem der Diktator (1889-1945) sein erstes Lebensjahr verbracht hatte, ist in Privatbesitz. Mieter war seit Jahrzehnten der Staat, der dort eine Behindertenwerkstätte betrieb.

Da sich die Besitzerin geweigert hatte, nötige Umbauten vorzunehmen, stand es seit Jahren leer. Zuletzt war immer wieder erörtert worden, ob Denkmalschutzauflagen – das gesamte Ensemble der sogenannten Salzburger Vorstadt in Braunau ist geschützt – einen Abriss verhindern könnten. (SDA)

Publiziert am 17.10.2016 | Aktualisiert am 08.11.2016
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  • Danilo  Koller 18.10.2016
    Warum abreissen? Es gäbe doch viel bessere Ideen. Zum Beispiel: Kebab Restaurant, Asylunterkunft, Transvestiten-Bordell, Behindertenheim, Konsulat Israels, Synagoge, Schwulenbar. Oder macht einfach eine Schule aus dem Gebäude, dann lassen sich Rechtsextreme 100 Prozent nicht mehr blicken.
  • Manfred  Schnyder aus Wanzwil
    17.10.2016
    Das Gebäude ist ja in Privater Hand, eine Staatliche - Enteignung, ist nicht ganz nachvollziehen. Geschichte gibt es überall und wenn es das Geburtshaus ist war wohl das Baby AH, wohl noch unschuldig, was später geschah darüber wissen die sich mit der Geschichte befassen.
  • marcel  Ruetsche 17.10.2016
    Duemmer gehts nicht, das ist history und wegen ein paar foeteli sollte es abgebrochen werden, dann schliessen doch alle KZ, das ist auch history und geschichte, es gibt viele anziehungs punkte in der welt, auch nicht mit schoenen geschichten, wo tausende sich fotografieren lassen, alles abbrechten wegen eine paar leuten?? kaum zu glauben, kann mir gut vorstellen von welchen stellen es kommt.
  • Simon Andreas  Schild 17.10.2016
    Bin kein Neonazi und absolut gegen diese Ideologie - dass man aber aus diesem Grund zu einer Enteigung greiffen kann und diese durchführen kann, finde ich absolut unverschämt und keines demokratisches Staates, auch insbesondere Österreich, würdig! Finde es eine einzige Schande, dies so zu vollziehen.
  • Morgan  Schwab aus Bülach
    17.10.2016
    Es ist gut so, dass dieses Haus abgerissen wird. Aber es genügt nicht. Man muss konkrete Massnahmen gegen Neonazis treffen, also auch gegen Rechtsextremisten. Auch hier in der Schweiz muss vorgegangen werden können gegen Neonazis. Siehe dieses Konzert in Toggenburg. Wo war die Polizei ? Das hätte man verhindern können. Es darf nicht sein, dass Neonazis hier auch noch Raum bekommen !
    • Marcel  Abt 18.10.2016
      Es ist got sei dank noch nicht möglich die Gedanken eines Menschen zu lesen darum Wirt man Meinungen nie endern durch zwang ob sie richtig sind oder falsch und die Zeit wir sich immer endern heute verboten morgen erlaubt was ist jetzt richtig oder falsch das entscheidet jeder selber und kein verbot