SYDNEY - Eine Zeitschrift in Australien hat sich etwas Besonderes einfallen lassen, um Leser zu angeln. Doch der Schuss ging hinten raus.
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Sex sells: Das ist klar das Motto bei «ZOO weekly»
(Screenshot «ZOO weekly»)Darf man das: Asylbewerber auf die Sex-Schiene bringen, um mit diesem Thema die Verkaufszahlen eines Magazins zu steigern?
Für das australische «ZOO weekly» ist die Antwort ein klares Ja. Das Magazin, das ausser weiblichen Reizen nicht viel zu bieten, wandte sich in der Ausgabe vom 16. Juli mit folgendem Aufruf an die Leser und Käufer:
«Wir suchen Australiens sexiesten Aslybewerber. Wenn du also Verfolgung für Sexappeal eingetauscht hast, wollen wir ein Shooting mit der dir machen (mit einer Kamera - keine Sorge!)». Es hätten sich wohl auch Männer melden dürfen. Aber man darf getrost davon ausgehen, dass Frauen grössere Chancen gehabt hätten.
Wie auch immer: Der Schuss ging hinten raus, wie der «Sydney Morning Herald» berichtet. Schnell hatte Matt Darvas, der mit Flüchtlingen zusammenarbeitet, über 5000 Unterschriften für einen Protest gegen das Magazin zusammengebracht. Seine Kritik: Der Sex-Aufruf verhöhne die Situation der Asylbewerber.
Jetzt musste sich «ZOO weekly»-Herausgeber Tim Keen offiziell entschuldigen: «Wir bedauern, wenn wir die Gefühle unserer Leser oder von Asylbewerbern verletzt haben.» Der Aufruf wurde zurückgezogen. (snx)
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