Mafia-Verstrickungen 9 Jahre Knast für Abgeordneten aus Berlusconi-Ära

ROM (ITA) - Nicola Cosentino war nicht nur Abgeordneter und Staatssekretär in der letzten Regierung Silvio Berlusconis, er war auch in Mafia-Geschäfte verstrickt. Deswegen muss er nun für neun Jahre ins Gefängnis.

Berlusconi-Vertrauter Nicola Cosentino (rechts) im Parlament in Rom play
Nicola Cosentino muss neun Jahre ins Gefängnis. Keystone

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Ein ehemaliger Abgeordneter und Staatssekretär in der letzten Regierung Silvio Berlusconis ist wegen Verstrickungen in Mafia-Geschäfte zu neun Jahren Haft verurteilt worden.

Ein Gericht im italienischen Santa Maria Capua Vetere bei Neapel sprach Nicola Cosentino am Donnerstag schuldig, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Richter sahen seine Verbindungen zu der neapolitanischen Mafia-Organisation Camorra als erwiesen an.

Der 57-jährige Cosentino, der derzeit unter Hausarrest steht, sass für Berlusconis Forza Italia und PdL (Volk der Freiheit) als Abgeordneter von 1996 bis 2013 im Parlament. Die Vorwürfe der Mafia-Verstrickungen hatte er stets von sich gewiesen. Von 2008 bis 2010 war er Wirtschaftsstaatssekretär.

Cosentino war Ende 2011 ins Visier der Fahnder geraten, durfte zunächst aber wegen seiner parlamentarischen Immunität nicht verhaftet werden. Auf Berlusconis Druck hin war Cosentino bei den Parlamentswahlen 2013 nicht mehr angetreten. (SDA)

Publiziert am 18.11.2016 | Aktualisiert am 28.11.2016
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3 Kommentare
  • Beat  Schenker aus Lugano
    18.11.2016
    Das Beispiel Vincenzo De Luca, vormals Stadtpräsident in Salerno, heute Präsident der Region Campania wurde in erster Instanz als Mafiosi verurteilt. Darauf von der Antimafia Kommission als nicht wählbar bezeichnet aber trotzdem gewählt. Inzwischen in dritter und letzter Instanz komplett Freigesprochen. Nun ist ein 1½ Jahr altes Video aufgetaucht mit seinem Spruch über die Vorsitzende der Kommission um neue Polemik zu schaffen. Er gilt übrigen als sehr Beliebt und Erfolgreich in seiner Region.
  • Stef  Wälti aus Fehri
    18.11.2016
    Ach, wäre er doch in der Schweiz verurteilt worden, dann hätte er vom Richter ein: MeiMei gehört! Das wär alles gewesen.
  • Beat  Schenker aus Lugano
    18.11.2016
    Muss er nicht! Sicher wird er Einspruch erheben, das heist zweiter Prozes. Ja und dann gibt es noch die "Cassazion" als letzte Instanz. Aus Erfahrung kann es da noch Überraschungen geben.