Mafia Bischof in Kalabrien weist Mafia-Spenden für Kirche zurück

Rom – Keine Spenden mehr vom organisierten Verbrechen: Ein Bischof in Kalabrien hat nach eigenen Angaben Spendengelder von Mafia-Mitgliedern abgelehnt. Auslöser war eine Spende von 10'000 Euro für die Reparatur des Kirchendachs in Bovalino in der Diözese Locri-Gerace.

Korruption Kalabrien: Bischof lehnt Mafia-Spenden für Kirche ab play
Papst Franziskus hat als erster ein Zeichen gegen die kalabresische Mafia 'Ndrangheta gesetzt, indem er sie exkommunizierte. KEYSTONE/AP/ALESSANDRA TARANTINO

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Trump erträgt die Wahrheit nicht «Noch nie wohnten so viele Menschen...
2 Trump macht ernst USA ziehen sich aus Handelsabkommen TPP zurück
3 Sie spielten Billard, als die Schneewalze kam Hotel-Kinder...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
3 shares
Fehler
Melden

«Man kann mit schmutzigem Geld keine Kirchen bauen, auch wenn das bedeutet, dass man Projekte aufgibt», sagte Francesco Oliva der Römer Zeitung «La Repubblica» vom Donnerstag.

Die Spende sei von einem Geschäftsmann gekommen, der im vergangenen Monat wegen möglicher Verbindungen zur 'Ndrangheta, der kalabrischen Mafia, festgenommen worden war. Er habe den Priester von Bovalino aufgefordert, die Spende zurückzugeben, sagte Bischof Oliva. Für ihn sei dies eine eindeutige Entscheidung gewesen. «Mit blutbeflecktem Geld kann man nichts Schönes erbauen.»

In der Vergangenheit war der katholischen Kirche oft vorgeworfen worden, Mafia-Verbrechen zu ignorieren. Bei seinem Besuch in Kalabrien vor zwei Jahren exkommunizierte Papst Franziskus jedoch die Mafiosi. Die 'Ndrangheta gilt als eine der mächtigsten Verbrecherorganisationen weltweit und ist für einen grossen Teil des Kokainschmuggels nach Europa verantwortlich. (SDA)

Publiziert am 10.11.2016 | Aktualisiert am 10.11.2016
teilen
teilen
3 shares
Fehler
Melden