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Morgen werden in Grossbritannien und in Praia da Luz eine Reihe von Gottesdiensten abgehalten. Für Maddie McCann, deren Schicksal nach wie vor ungewiss ist. Das kleine Mädchen verschwand am 3. Mai 2007 spurlos aus dem Hotelzimmer, während die Eltern, Kate und Gery McCann in der Ferienanlage zu Abend assen (blick.ch berichtete).
Eine beispielslose Suchaktion begann. Kate und Gery McCann, beides Ärzte, scheuten keinen Aufwand, um die Öffentlichkeit auf das Verschwinden ihres Kindes aufmerksam zu machen. Gleichzeitig häuften sich die wildesten Vermutungen, was wohl mit dem Mädchen geschehen sein könnte. Schliesslich wurden selbst die Eltern des Kindes von der portugiesischen Polizei als verdächtig eingestuft, dem Mädchen etwas angetan zu haben.
Die McCanns liessen sich auch dadurch nicht ermutigen, schrieben selbst Prominente wie die Harry-Potter-Autorin J.J. Rowling oder Fussballstar David Beckham an, sich für die Suche nach dem Kind einzusetzen. Selbst ein Treffen mit dem Papst kam zustande.
Etwas Gutes in all dem Schlechten
Die Suche nach Madeleine blieb bis dato erfolglos. Nur etwas Gutes hat das Drama: Durch das Engagement der McCanns wurde die Öffentlichkeit aufmerksam auf ein bislang wenig beachtetes Problem: Kindsentführung und Kinderhandel.
«Dieser Fall hat die Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit auf der ganze Welt auf sich gezogen. Und so tragisch er ist, er wirft ein Licht auf dieses Problem. Wir müssen die Gelegenheit wahrnehmen, um wichtige Veränderungen machen zu können», sagte Ernie Allen, Präsident der Organisation «International Center for Missing and Expoited Children».
So haben die McCann sich als Fürsprecher des «Amber Alert Systems» in Europa hervorgetan. Mit diesem System werden Bilder und Informationen vermisster Kinder schnellsten möglichst breit öffentlich gemacht, von Smsen bis zu Aufdrucken auf der Milchpackung.
Die USA haben das System bereits 2003 eingeführt. Damit konnten allein 2007 68 entführte Kinder aufgespürt werden. Doch in Europa dauert die Einführung noch an. Bislang gibt es in den europäischen Saaten nur eine allgemeine Telefonnummer – 11600 – die für derlei Fälle eingerichtet wurde. «Solche Dinge gehen meist sehr langsam,. Umso wichtiger ist es, prominente Unterstützung wie die der McCanns zu erhalten», so Allen.
Die Uno geht davon aus, dass weltweit allein in 2006 1,2 Millionen Kinder Opfer von Kinderhandel geworden sind. Vermutungen, dass auch Maddie Opfer eines Schmuggelrings geworden ist, haben sich bis heute allerdings nicht erhärtet. Kate und Grey McCann hoffen bis jetzt, dass Maddie lebt. (gux)