Zwei Reporter getötet Macht Assad Jagd auf Journalisten?

HOMS - Heute sind bei einem Raketenangriff in Homs zwei ausländische Journalisten ums Leben gekommen – die Amerikanerin Marie Colvin und der Franzose Remi Ochlik. Laut dem französischen Kulturminister Frédéric Miterrand wurden die beiden bewusst gejagt.

  • Publiziert: 22.02.2012
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Bürgerreporter Rami Al-Sayed mit seiner Tochter.

(AFP)

Marie Colvin war eine erfahrene Kriegsreporterin. Die US-Amerikanerin arbeitete bereits seit Jahren für die britische «Sunday Times», berichtete während des arabischen Frühlings aus Libyen und Ägypten. Doch ihre Routine in Krisengebieten nützte ihr heute Morgen nicht mehr.

Bewusst gejagt, als sie versuchten zu fliehen

Bei einem Raketenangriff in der syrischen Stadt Homs wurden sie und der französische Fotograf Remi Ochlik getötet. Dies war offenbar kein Versehen: Augenzeugen sahen, wie die beiden Journalisten aus einem Gebäude flohen, das gerade von Regierungstruppen beschossen wurde. Der französische Kulturminister Frédéric Mitterand sagte später vor den Medien: «Die beiden wurden gejagt, als sie versuchten, vor dem Bombardement zu fliehen.»

Journalisten, die zur Zeit noch im belagerten Homs sind, machen sich seit einigen Tagen immer mehr Sorgen um ihre Sicherheit. Sie befürchten, dass die Regierungstruppen ihre Handysignale überwachte und bewusst Gebäude bombardieren, in denen sich die Reporter aufhalten.

Im Januar starb bereits der französische TV-Journalist Gilles Jacquier bei einem Granatenangriff in Homs. Er war das erste europäische Opfer, das der Syrien-Konflikt forderte.

Auch ein bekannter Bürgerreporter getötet

Doch in Homs starben in den letzten Tagen nicht nur ausländische Journalisten. Gestern Morgen wurde der syrische Bürgerreporter Rami Al-Sayed getötet. Seit dem Beginn der Aufstände hatte der 26-jährige Vater einer kleinen Tochter die Gräueltaten des syrischen Regimes  per Live-Stream dokumentiert.

Heute postete dann Al-Sayeds Bruder ein Video auf Youtube – es zeigt den leblosen Körper des Bürgerreporters auf einem Krankenhausbett. Ein Arzt sagt: «Rami wurde getötet, weil er in seinen Filmen zeigte, was wirklich in Homs geschieht.» (dra)

Kommentare (4)

  • Kastriot  Hasani
    Die journalisten waren auf eigene gefahr dort. Selber schuld ganz einfach. So traurig es ist.
    Keiner springt freiwillig in einen haifischbecken..... ausser er hat kein bock auf sein leben oder es ist einfach krank.
    • 23.02.2012
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  • Peter  Furlan
    Was machen die Journalisten in der umkämpften Stadt bei den Extremisten? Da kann jeder/jede von einer Granate getroffen werden, die macht keinen Unterschied ob Zivilisten oder Aufständische. Würde mich nicht wundern, wenn nun in McLean Virginia ein Stern mehr an der Wand hängt.
    • 22.02.2012
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  • karl  blaettler , phitsanulok
    wann endlich wird jagd auf assad gemacht? wann endlich wird er liquidiert?
    • 22.02.2012
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    • Kastriot  Hasani
      So wie jagd auf Saddam Hussein gemacht wurde und dadurch bis zu 200`000 zivilisten umkamen wenn nicht mehr.....?
      Sowas möchtest du wiederholt haben??
      • 23.02.2012
      • als Kommentar auf karl  blaettler , phitsanulok
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