Bis am Donnerstag Lufthansa-Piloten streiken länger

FRANKFURT/MAIN (D) - Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) weitet ihren für Mittwoch geplanten Streik bei der Lufthansa auf Donnerstag aus. Das teilte die Gewerkschaft gestern Abend mit.

Lufthansa-Streik kann wohl stattfinden: Ein Berufung der Fluggesellschaft wurde von den Richtern abgewiesen. play
Die Lufthansa-Piloten streiken nun länger. Bis am Donnerstag voraussichtlich wird der Flugverkehr in weiten Teilen eingeschränkt sein. KEYSTONE/EPA DPA/MARCEL KUSCH

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Zuvor hatte VC gemeldet, dass die Lufthansa mit ihrem Eilantrag gegen den angekündigten Pilotenstreik gescheitert sei. Auch das Hessische Landesarbeitsgericht habe den Antrag auf einstweilige Verfügung am späten Dienstagabend abgewiesen, teilte Cockpit mit.

Der Streik der Lufthansa-Piloten am Mittwoch legt die Fluglinie in grossen Teilen lahm. Rund 100'000 Passagiere werden nach Angaben der Airline vom mittlerweile 14. Streik der Lufthansa-Piloten betroffen sein, 876 Flüge wurden gestrichen - und damit rund jeder zweite unter der Hauptmarke des Konzerns.

Auch Interkontinentalflüge betroffen

Von den gestrichenen Flügen seien 51 Interkontinentalflüge. Insgesamt kommt die Marke Lufthansa auf rund 1800 Flüge pro Tag. «2124 von rund 3000 geplanten Flügen der Lufthansa Group finden statt», heisst es in der Mitteilung des Unternehmens vom Mittag.

Darin sind allerdings auch Flüge von Konzerngesellschaften enthalten, die nicht bestreikt werden, wie zum Beispiel Brussels, Swiss oder AUA. Die Fluglinie hatte bereits am Dienstagmittag einen Sonderflugplan veröffentlicht und Passagiere soweit wie möglich umgebucht.

Es geht um die Löhne der Piloten

Die Piloten der Airline hatten den Streik am Montag angekündigt. Gestern Nachmittag nun hat die Lufthansa vor dem Arbeitsgericht Frankfurt einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen den Streik gestellt. Das Gericht scheute einen Eingriff in die Tarifautonomie: «Wir dürfen Tarifpolitik unsererseits nicht einer Bewertung unterziehen. An Tarifpolitik dürfen wir als staatliches Gericht nicht heran», erklärte der Vorsitzende Richter Martin Becker schon während der Verhandlung.

Die VC hat in dem laufenden Tarifkonflikt bereits 13 mal gestreikt. Der Anlass des aktuellen Streiks sind einzig Forderungen zum Gehalt der rund 5400 betroffenen Piloten. Die Piloten verlangen Tariferhöhungen von zusammen 22 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren bis April 2017. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte am vorigen Mittwoch erneut den Vorschlag des Unternehmens abgelehnt, in eine Schlichtung zu den offenen Gehaltsverhandlungen einzusteigen. (SDA/stj)

Publiziert am 22.11.2016 | Aktualisiert am 23.11.2016
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3 Kommentare
  • Patrick  Smart 23.11.2016
    Liebe D-Nachbarn verbietet endlich Streicks im öffentlichen Dienst und Bahn, Flug, Schiff. Am besten es werden Gewerkschaften verboten, die schaden der Öffentlichkeit ja noch mehr als die verbotenen NPD etc.
    So wird Deutschland zur Bananenrepublik, weil Flüge nicht mehr geplant werden können. Dazu schadet es der Wirtschaft enorm. Gewerkschaften sind linke Forderer und Verhinderer zu ihrem eigenen Wohle.
    • Marion  Nieder 23.11.2016
      In Deutschland sind Streiks im öffentlichen Dienst verboten,wobei nicht alle Angestellten im öffentlichen Dienst beamtet sind. Fluggesellschaften sind priv.Firmen,deren Angestellten nicht beamtet. Ihre Vergleiche wie Deutschland "tickt" sind extrem überzogen.Urteilen Sie aus der Ferne?Gewerkschaften sind notwendig um einem einfachen Arbeiter einen Mindestlohn u bessere Arbeitsbedigungen zu erstreiten, damit er seine Familie ernähren kann.Dagegen können Sie nichts einzuwenden haben.
  • daniel  reber 23.11.2016
    es ist unglaublich. Denn soviel ich weiss gehören die Lufthansa Piloten zu den best bezahlten Piloten überhaupt. Die sind auch nicht besser als gewisse Manager und werden wohl auch bald von den Billig Lohn Piloten ausgewechselt.