Libysches Militär befreit Quartier von Bengasi Schwere Schlappe für Islamisten

TRIPOLIS - Der erfolgreiche Kampf gegen den IS gibt Auftrieb: Der libysche Armee-General redet schon von einem Sieg im ganzen Land.

Destroyed buildings are pictured after clashes between military forces loyal to Libya's eastern government and Islamist fighters, in Benghazi, Libya play
Der IS zieht sich aus Bengasi zurück. Aber die Stadt bietet ein Bild der Zerstörung. Reuters

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Regierungstreue Militäreinheiten haben am Dienstag in der zweitgrössten libyschen Stadt Bengasi grosse Erfolge gegen islamistische Kampfgruppen erzielt. Der Stadtbezirk Lithi, der in Anspielung auf die Taliban in Afghanistan auch als «Kandahar von Bengasi» bezeichnet wurde, sei «vollständig befreit» worden, teilte ein Sprecher der Sondereinheiten mit.

In der Nähe der Hauptstadt Tripolis gab es indes Gefechte mit der Terrrormiliz Islamischer Staat (IS). Der Stadtbezirk Lithi in Bengasi war zuvor von Kämpfern der IS-Miliz sowie der Gruppe Ansar Ascharia gehalten worden, die dem Al-Kaida-Netzwerk nahesteht.

Die für die international anerkannte libysche Regierung kämpfenden Truppen unter General Khalifa Haftar hatten am Samstag ihre Offensive in Bengasi begonnen. Haftar begrüsste die Erfolge in einem Video und äusserte die Hoffnung auf einen «abschliessenden Sieg im ganzen Land».

Die rivalisierende Gegenregierung in Tripolis, welche die teils islamistischen Milizen in Bengasi unterstützt hatte, verurteilte den Vormarsch. Dieser könne «die Bemühungen um eine friedliche Lösung der politischen Krise» zum Erliegen bringen.

Unterdessen scheiterte ein weiterer Versuch, eine Vertrauensabstimmung des Parlaments im ostlibyschen Tobruk für die neue Regierung der nationalen Einheit zu organisieren. Da die erforderliche Zahl von 89 Abgeordneten nicht erreicht wurde, wurde die Abstimmung auf die kommende Woche verschoben. (SDA)

Publiziert am 24.02.2016 | Aktualisiert am 24.02.2016
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4 Kommentare
  • Karin  Schwegler 24.02.2016
    Ich hoffe nur dass die Truppen in Lybien kurzen Prozess mit den Terroristen machen, und sie nicht teuer und nutzlos therapieren.
    • Hugo  Wirz 24.02.2016
      Teuer und nutzlos therapieren? Nein sicher nicht, Karin Schwegler. Das passiert nur in der Schweiz..!
  • Urs  Lifart , via Facebook 24.02.2016
    Manchmal sind international nichtanerkannte Regierungen besser, wie das was darauf folgt und "international anerkannt" ist...
  • Urs  Lifart , via Facebook 24.02.2016
    Was ist eine "international anerkannte Regierung" ? Wer bestimmt das ? Assad zum Beispiel ist die legitime Regierung, wird von diversen Ländern auch als das betrachtet, aber für die USA und EU ist er das nicht. Genau so war es mir Gadaffi, Hussein, Janukowitsch, etc. Die USA nehmen sich sogar das Recht heraus, Regierungen gewaltsam zu stürzen und werden von den UNO dafür nicht verurteilt - die USA und deren Vasallen haben ja Veto Recht. Soviel zu "international anerkannt "...