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In Libyen fehlt von vier Journalisten der «New York Times» jede Spur. Die Redaktion habe zuletzt am Dienstagmorgen Kontakt zu ihren Mitarbeitern gehabt, teilte die Zeitung mit.
Man habe Informationen aus zweiter Hand, nach denen die vier in der Hafenstadt Adschdabija von den libyschen Behörden festgenommen worden seien. Das sei aber vorerst nicht bestätigt.
Die US-Regierung sei über den Fall informiert, sagte ein Regierungssprecher. Das Weisse Haus rufe die Regierungen in der Region auf, Journalisten nicht bei ihrer Arbeit zu beeinträchtigen.
«Wir haben mit den libyschen Behörden gesprochen und die haben uns zugesagt, dass sie den Aufenthaltsort der vier erkunden wollten», sagte «Times»-Chef Bill Keller.
Bekannte Journalisten
Bei den Vermissten handelt es sich um den Pulitzer-Preisträger Anthony Shadid, den Reporter Stephen Farrell und die Fotografen Tyler Hicks und Lynsey Addario. Shadid leitet das Büro der «New York Times» in Beirut und wurde schon zweimal mit dem Pulitzer-Preis, dem wichtigsten Journalistenpreis, geehrt. Auch Fotografin Addario erhielt bereits den Pulitzer-Preis.
Farrell wurde schon zweimal entführt. Im Irak kam er 2004 nach acht Stunden wieder frei. 2009 wurde der Brite in Afghanistan an den Wracks der Tanklastwagen verschleppt, die auf Anforderung eines deutschen Offiziers bombardiert worden waren. Der heute 46-jährige Farrell wurde vier Tage später von einem britischen Sonderkommando befreit; sein Dolmetscher und ein Soldat starben dabei. (SDA)