Libyen giesst Öl ins Feuer

  • Publiziert: 30.09.2008, Aktualisiert: 14.01.2012

NEW YORK – Die Gaddafi-Affäre liegt Libyen offenbar immer noch schwer auf dem Magen: Der libysche Botschafter giftelte vor der Uno-Vollversammlung gegen das Schweizer Bankgeheimnis.

Libyen und die Schweiz haben das Heu bekanntlich nicht mehr auf derselben Bühne. Nachdem Hannibal Gaddafi, Sohn des Machthabers Muammar al-Gaddafi im Juli in Genf vorübergehend festgenommen wurde, sind die Beziehungen zwischen Libyen und der Schweiz getrübt (Blick.ch berichtete).

Eigentlich haben sich die Wogen im diplomatischen Spannungsfeld geglättet – doch jetzt prangerte der libysche Uno-Botschafter Giadalla A. Ettalh das Bankgeheimnis an. Und zwar vor der gesamten Uno-Vollversammlung.

Ettalh kritisierte die Länder, welche unter dem Schutz des Bankgeheimnisses Geldwäscherei betreiben würden. Das Verhalten der Steuerparadiese, auf deren Konten illegale Gelder lägen, dürfe nicht mehr stillschweigend akzeptiert werden. Ettalh nannte aber in seinem Votum die Schweiz nicht namentlich. (SDA/num)

play Sein Botschafter mag die Schweiz offenbar auch nicht allzu gerne: Muammar al-Gaddafi. (Keystone)

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