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Eine Prognose zu ziehen, komme dem Lesen im Kaffeesatz gleich, sagte der Umweltminister in Kopenhagen bei einer Medienkonferenz der Schweizer Delegation. «In den nächsten Stunden wissen wir mehr». Erst am Samstag könne er sagen, ob er frustriert oder zufrieden sei. Derzeit müssten zwei Arbeitsgruppen einen Konsens finden.
Einen gegenwärtig zirkulierenden Entwurf bezeichnete Leuenberger als einen Fortschritt. Es blieben aber gewichtige Fragen offen wie etwa die genauen Reduktionsziele für die Treibhausgase und die langfristigen Beiträge für die Entwicklungsländer, damit sich diese an die Folgen des Klimawandels anpassen können.
Er sei enttäuscht gewesen von der Rede des US-Präsidenten Barack Obama, sagte Leuenberger auf eine entsprechende Frage. «Er hat nichts Neues gesagt. Ich habe das Gegenteil gehofft.» Allerdings habe Obama keine freie Hand bei der Klimapolitik, da der Kongress dazu kein Gesetz verabschiedet hat, stellte Leuenberger fest.
Nichts wirklich Neues
Im Verlauf des Freitagnachmittags hätten sich die Positionen der einzelnen Länder nicht wirklich verändert, sagte Leuenberger zur hektischen Endphase des Klimagipfels.
Der Fortgang der Verhandlungen sei unklar, ergänzte Bruno Oberle, Direktor des Bundesamtes für Umwelt (BAFU). Es sei nicht sicher, ob ein bindendes Abkommen oder eine politische Erklärung vorgeschlagen werde. Verschiedene Länder hätten kritisiert, dass zum Schluss nur ein kleiner Kreis von wichtigen Ländern die Verhandlungen führten. (SDA/gux)