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Tanzende Leichen, Tote beim Yoga, tote Rugby-Spieler – die Ausstellung Körperwelten von Gunther von Hagens fasziniert Besucher noch immer. Jetzt aber geht «Dr. Tod» Gunther von Hagens noch einen Schritt weiter – zu weit?
In seiner neusten Ausstellung in Berlin zeigt der Leichen-Präparator nun eine ganz besonderes Arrangement: Eine Frau (†58) sitzt rücklings in der Reiterstellung auf einem Mann (†51) – sie haben Sex. Erstarrt, doch ihre Münder stehen offen, als befänden sie sich in Ekstase.
Die Ausstellung heisst «Der Zyklus des Lebens» und Gunther von Hagens erklärt: «Wir zeigen jetzt alles, von der Zeugung bis zum Tod.» Sex und Tod seien beides Tabuthemen, erklärt er der «Bild». Und er macht eine einfache Gleichung: «Der Tod gehört zum Leben. Und ohne Sex entsteht kein Leben.»
Er selber findet sein neustes Werk nicht anstössig – warum auch, die Zuschauer werden in Scharen in die Ausstellung strömen. Übrigens: Die meisten Leichen sind mit dem Sex einverstanden. «Im Körperspender-Formular haben sich zwei Drittel der Männer und ein Drittel der Frauen dazu bereit erklärt, dass ihre Körper für die Darstellung des sexuellen Akts verwendet werden dürfen.»
Doch was die Zuschauer in Berlin sehen, ist sozusagen ein «One Night Stand», die beiden kannten sich nämlich zu Lebzeiten nicht, wurden erst nach ihrem Tod miteinander verbunden: Zum «Every Night Stand». (num)
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Er stiess mit seiner Arbeit nicht immer auf Gegenliebe. (Keystone)