Lehrerin vor Gericht Sie verkaufte in der Ukraine ihre Schülerin

CHARKIW (UKRAINE) - Eine ukrainische Lehrerin (52) hat sich gestern vor einem Gericht in Charkiw wegen Mädchenhandels verantworten müssen. Die Sprach- und Literaturlehrerin soll eine 13-Jährige aus ihrem Internat für mehr als 10'000 Dollar verkauft haben.

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Innenminister Arsen Awakow schrieb auf Facebook, die Frau sei am Montag «auf frischer Tat ertappt» worden, als sie die Schülerin zu den Käufern brachte und Geld kassierte. Sie habe ihren Plan zum Verkauf des Mädchens fast ein Jahr lang verfolgt und sei nach viermonatigen polizeilichen Ermittlungen gefasst worden.

In einem früheren Facebook-Eintrag des Ministers hiess es, die Käufer hätten sich nach dem Gesundheitszustand des Mädchens erkundigt und dabei eine mögliche Organentnahme durchblicken lassen. Die Frau habe sich daraufhin bereit erklärt, Fotos des Mädchens und ihr Krankenblatt zu schicken - gegen einen Aufpreis.

Das Gericht ordnete bis zum Beginn des Prozesses Fortsetzung der Untersuchungshaft für die Frau bis zum 19. Januar an. Bei Zahlung einer Kaution könne davon abgesehen werden. Die Frau selbst bestreitet die Vorwürfe und gibt an, in eine Falle gelockt worden zu sein. (SDA/stj)

Publiziert am 24.11.2016 | Aktualisiert am 25.11.2016
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