Lehrerin verhindert «Columbine»-Massaker

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RENO (USA) – Plötzlich zückte der bisher unscheinbare 14-Jährige eine Pistole und schoss auf zwei Mitschüler. Dann riskierte eine Lehrerin ihr Leben.

Es geschah gestern um 9 Uhr morgens vor der Cafeteria der «Pine Middle School» in Reno im US-Bundesstaat Nevada. Der 14-jährige James Scott Newman, der noch nie in einen Streit verwickelt war, schoss mit seiner Pistole einem Jungen in Arm und Brust und einer Mitschülerin ins Bein.

Wollte er zu einem Amoklauf ansetzen wie Eric Harris (18) und Dylan Klebold (17), die am 20. April 1999 in der Columbine High School in Colorado 12 Schüler und einen Lehrer erschossen, 23 Jugendliche verletzten und sich zuletzt selber richteten?

Zum Glück kam es gestern nicht soweit. Einer beherzten Lehrerin sei Dank. Diese befand sich in einem Raum neben der Cafeteria, als sie die Schüsse hörte. Sie trat auf den Gang und sah den Teenager mit der Pistole in der Hand.

Statt schreiend davon zu rennen, konfrontierte sie den Burschen. Sie sprach mit ihm, forderte ihn heraus und verlangte immer wieder, dass er die Waffe niederlegte. Und tatsächlich: Der Frau gelang es, den Teenager zum Aufgeben zu bringen.

«Diese Lehrerin hat einen heldenhaften Job verrichtet», sagte später Polizeileutnant Ron Donnelly. «Sie hat eine äusserst gefährliche Situation de-eskalieren lassen.»

Die Lehrerin will ihren Namen nicht veröffentlichen und anonym bleiben. «Sie will keine Publizität», sagt ein Sprecher der Behörden.

Die beiden Opfer konnten nach medizinischer Behandlung bereits wieder aus dem Spital entlassen werden. Der Schütze sitzt in U-Haft.

Publiziert am 15.03.2006 | Aktualisiert am 03.01.2012
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