«Leben retten, so lange es noch Hoffnung gibt»
PEKING – Im Erdbebengebiet Chinas sind die ersten ausländischen Rettungskräfte eingetroffen. Und selbst im sturmgeschädigten Burma hat die Junta Ausländern grünes Licht gegeben.
Aktualisiert um 08:31 | 16.05.2008
Angesichts der enormen Opferzahlen gestern wurden offiziell 50´000 Tote gemeldet stellt sich China nicht quer, ausländische Helfer ins land zu lassen. Eine etwa 60- köpfige Gruppe aus Japan erreichte heute die am stärksten betroffenen Provinz Sichuan. Auch Angebote Russlands, Südkoreas und Singapurs zur Entsendung von Rettungsspezialisten seien angenommen worden, teilte das Aussenministerium in Peking mit. Ministerpräsident Wen Jiabao rief dazu auf, die Suche nach Überlebenden nicht aufzugeben.
«Unsere oberste Priorität ist es weiterhin, Leben zu retten, so lange es noch Hoffung gibt», sagte Wen. In der Stadt Yingxiu warnte ein Funktionär der Kommunistischen Partei vor der Gefahr von Seuchen, falls die Toten nicht schnell begraben oder verbrannt würden. Es würden dringend Leichensäcke benötigt, sagte Bai Licheng. Auch an Essen und Trinkwasser mangele es, sagte der Funktionär.
«Koalition der Barmherzigkeit» für Burma
Nicht minder schlimm, wenn nicht noch schlimmer, sieht die Lage in Burma aus. Zyklon «Nargis» forderte zehntausende Tote. Doch die Junta hat bislang keine ausländische Helfer im Land akzeptiert. Doch jetzt scheinen die Militärs nachzugeben: Die burmesischen Behörden haben nach dem Besuch des thailändischen Regierungschefs Visa für 30 thailändische Ärzte und Krankenschwestern in Aussicht gestellt. Die Teams sollten am Samstag eintreffen, berichteten Medien in Bangkok.
Auch eine Gruppe von Katastrophenexperten aus den Ländern des Verbandes südostasiatischer Staaten ASEAN hatte grünes Licht für einen Einsatz bekommen. Ob diese Helfer allerdings in das bislang für alle Ausländer gesperrte Katastrophengebiet reisen können, blieb unklar.
ASEAN, dessen Mitglied Burma ist, hatte eine «Koalition der Barmherzigkeit» angekündigt. Nicht klar ist immer noch, wann wie viele Helfer einreisen dürfen.
Behörden schicken Menschen «nach Hause»
Helfer arbeiteten heute mit Hochdruck daran, Opfer des Wirbelsturms vor den erwarteten heftigen Regenfällen in Sicherheit zu bringen. Die Behörden begannen, Überlebende, die Zuflucht in Klöstern und Schulen gefunden hatten, nach Hause zu schicken. «Wo sollen sie hin?» fragte ein Einwohner Ranguns fassungslos. «Ihre Häuser sind zerstört.» Die Opfer seien in staatliche Lager dirigiert worden, doch reichten die Zelte bei weitem nicht aus. In der zerstörten Hafenstadt LaButta sollen 10´000 Menschen in ein Fussballstadion umziehen. Dort stünden aber nur 60 Zelte für 1000 Menschen. (SDA/gux)
«Unsere oberste Priorität ist es weiterhin, Leben zu retten, so lange es noch Hoffung gibt», sagte Wen. In der Stadt Yingxiu warnte ein Funktionär der Kommunistischen Partei vor der Gefahr von Seuchen, falls die Toten nicht schnell begraben oder verbrannt würden. Es würden dringend Leichensäcke benötigt, sagte Bai Licheng. Auch an Essen und Trinkwasser mangele es, sagte der Funktionär.
«Koalition der Barmherzigkeit» für Burma
Nicht minder schlimm, wenn nicht noch schlimmer, sieht die Lage in Burma aus. Zyklon «Nargis» forderte zehntausende Tote. Doch die Junta hat bislang keine ausländische Helfer im Land akzeptiert. Doch jetzt scheinen die Militärs nachzugeben: Die burmesischen Behörden haben nach dem Besuch des thailändischen Regierungschefs Visa für 30 thailändische Ärzte und Krankenschwestern in Aussicht gestellt. Die Teams sollten am Samstag eintreffen, berichteten Medien in Bangkok.
Auch eine Gruppe von Katastrophenexperten aus den Ländern des Verbandes südostasiatischer Staaten ASEAN hatte grünes Licht für einen Einsatz bekommen. Ob diese Helfer allerdings in das bislang für alle Ausländer gesperrte Katastrophengebiet reisen können, blieb unklar.
ASEAN, dessen Mitglied Burma ist, hatte eine «Koalition der Barmherzigkeit» angekündigt. Nicht klar ist immer noch, wann wie viele Helfer einreisen dürfen.
Behörden schicken Menschen «nach Hause»
Helfer arbeiteten heute mit Hochdruck daran, Opfer des Wirbelsturms vor den erwarteten heftigen Regenfällen in Sicherheit zu bringen. Die Behörden begannen, Überlebende, die Zuflucht in Klöstern und Schulen gefunden hatten, nach Hause zu schicken. «Wo sollen sie hin?» fragte ein Einwohner Ranguns fassungslos. «Ihre Häuser sind zerstört.» Die Opfer seien in staatliche Lager dirigiert worden, doch reichten die Zelte bei weitem nicht aus. In der zerstörten Hafenstadt LaButta sollen 10´000 Menschen in ein Fussballstadion umziehen. Dort stünden aber nur 60 Zelte für 1000 Menschen. (SDA/gux)
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