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Soldaten hätten kurz nach der Befreiung der 30 Besatzungsmitglieder der «Le Ponant» (Blick.ch berichtete) sechs der Piraten nach einer Verfolgungsjagd gefangengenommen, sagte der französische Generalstabschef Jean-Louis Georgelin. Dabei hätten sie auch «Warnschüsse» abgegeben.
Ob diese Schüsse wirklich so harmlos waren ist allerdings noch unklar: Ein somalischer Gouverneur berichtete, dass bei dem Einsatz drei Menschen getötet und acht weitere verletzt wurden. Paris dementierte dies. Bei den gefassten Piraten handelt es sich nach Angaben von Georgelin um ehemalige somalische Fischer. Sie sollten jetzt der französischen Justiz übergeben werden.
Wollte die französische Marine mit dem Angriff den Freibeutern die Rechnung präsentieren? Offenbar hat die Reederei der «Le Ponant» ein Lösegeld von rund zwei Millionen Dollar gezahlt. Dies verlautete zumindest aus informierten Kreisen in Paris. Georgelin hatte zuvor gesagt, die Regierung habe kein Lösegeld gezahlt. Er liess aber offen, ob die Reederei dies getan habe.
Somalische Piraten hatten den Dreimaster am Freitag vergangener Woche im Golf von Aden vor der Einfahrt ins Rote Meer in ihre Gewalt gebracht. In Sichtweite verfolgt von einem französischen Kriegsschiff steuerten sie die «Ponant» dann gen Süden und gingen vor der abtrünnigen somalischen Provinz Puntland vor Anker.
Paris nahm daraufhin Verhandlungen auf, schickte aber auch eine Spezialeinheit für Geiselbefreiungen in die Region, die im Notfall eingreifen sollte. (SDA/bih)
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Im Schlauchboot in die Freiheit: Die Geiselnahme istvorbei. (AP)