Wird der «Baum-Mann» je wieder normal?

  • Publiziert: 16.11.2007, Aktualisiert: 03.01.2012

JAKARTA (Indonesien) – Dede (36) sieht aus wie ein Baum. Nicht weil er besonders stämmig ist, sondern weil aus seinen Händen Wurzeln und Äste wachsen.

Wie aus dem Fantasy-Roman «Die Unendliche Geschichte»: Der Indonesier «Dede» hat eine genetische Fehlfunktion und eine Infektion durch Papillomaviren. Diese Mischung wirkt bei Dede extrem: Seine Hände und Füsse sehen aus, als würden aus ihnen Äste oder Wurzeln wachsen.

Zu den seltsamen Wucherungen kommt es im Alter von 15 Jahren. Damals schneidet er sich auf einer Baustelle am Knie. Innerhalb von Wochen kommen die ersten Riesenwarzen, wie der britische «Telegraph» berichtet. Als er Mitte zwanzig ist, kann er kein Werkzeug mehr halten.

Seitdem ist Dede arbeitslos und auf fremde Hilfe angewiesen. In einer örtlichen Freak-Show trat er auf und liess sich begaffen. Schliesslich muss er seine beiden Kinder ernähren.

Der «Tree Man» (Baum-Mann), wie ihn die Dörfler nennen, hat die Hoffnung fast aufgegeben. Dede erzählt: Seine Frau hat ihn verlassen, er wurde gehänselt und die örtlichen Ärzte dokterten erfolglos an ihm herum.

Doch es gibt noch Hoffnung für Dede: Dr. Anthony Gaspari von der amerikanischen Uni Maryland («Sowas habe ich in meiner ganzen Karriere noch nie gesehen!»). Er weiss einen Ausweg aus Dedes Qualen: Mit einer speziellen Vitamin-A-Therapie kann er ihm helfen. «In drei bis sechs Monaten könnten die Warzen soweit zurückgegangen sein, dass der Mann seine Hände wieder bewegen kann», verspricht der Arzt. (num)

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