Über 100 Tiere gestrandet Verzweifelter Kampf um das Leben der Grindwale

WELLINGTON - Kurz nachdem Freiwillige rund 60 Grindwale retten konnten, sind nun 40 dieser Tiere erneut gestrandet.

  • Publiziert: 24.01.2012, Aktualisiert: 26.01.2012

Neuseeländische Walhelfer sind enttäuscht: Kurz nachdem Freiwillige zahlreichen Grindwalen von der Küste wieder ins Wasser geholfen hatten, sind 39 der Tiere erneut gestrandet. Vier davon verendeten.

Nach Medienberichten wollen Freiwillige jetzt versuchen, die verbliebenen 35 Tiere mit Hilfe der Flut am Mittwochmorgen (Ortszeit) in tieferes Wasser zu bringen.

38 Wale schon verendet

Die Wale gehörten zu einer grösseren Gruppe von 99 Grindwalen, die am Montag auf der Landzunge Farewell Spit gestrandet waren. Von ihnen sind inzwischen 38 tot. 26 Wale hatten sich aus eigener Kraft ins offene Meer freigeschwommen. Der Rest kehrte zurück.

Farewell Spit liegt im Norden der neuseeländischen Südinsel. In der Region auf der Südinsel Neuseelands stranden häufig Wale. Erst vor zwei Wochen waren dort sieben Grindwale verendet, nachdem 25 Tiere gestrandet waren. Vor rund zwei Monaten starben 47 gestrandete Tiere.

Orientierungsprobleme in Ufernähe?

Wissenschafter sind sich im Unklaren über die Gründe für das Stranden von Walen. Sie vermuten, dass die Tiere in flachem Gewässer Orientierungsprobleme haben oder dass die Gruppe einem kranken Tier folgt, das als eine Art Leitwal dient. (sda/nej)

Der Grindwal

Die auch als Pilotwale bekannten Tiere können bis zu sechs Meter lang werden und sind die häufigste Walart in neuseeländischen Gewässern. Häufig werden die Grindwale am Strand von Trockenheit und Hitze so geschwächt, dass sie es nicht mehr ins Wasser zurückschaffen und verenden.

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