Tierschützer haben mich auf dem Gewissen

  • Aktualisiert am 03.01.2012

MAGLIASO TI – «Tierschutz» nimmt manchmal bizarre Züge an: Da befreien Militante einen Luchs aus dem Zoo – Tage später muss der Wildhüter ihn abknallen.

Handelt die «Animal Liberation Front» (ALF) wirklich im Interesse der Tiere, wie die militante Organisation von sich behauptet? Da schlichen sich die «Tierschützer» Ende Mai in den Zoo von Magliaso und liessen zwei Geier, einen Uhu, vier Waschbären und ein Luchs-Paar aus den Käfigen (Blick Online berichtete).

Die Waschbären und das Luchsmännchen konnten die Zoo-Verantwortlichen wieder einfangen. Doch für das Luchsweibchen endete das Leben in freier Wildbahn heute fatal.

Die Wildkatze sei immer wieder in Wohngegenden aufgetaucht und habe eine nicht mehr zu verantwortende Gefahr dargestellt, erklärte Zoobesitzerin Edith Fehr. Selbst als sich schon Betäubungsspritzen in ihr Fehl bohrten, konnte die robuste Lüchsin entkommen. So blieb dem Wildhüter nichts anderes übrig, als sie abzuschiessen.

Während die Geier bei der Ortschaft Iseo ihre Runden drehen, tut sich der in Gefangenschaft geschlüpfte Uhu schwer in der Freiheit: Ein Dutzend Krähen umzingelt ihn gemäss Fehr andauernd, was ein schlechtes Zeichen sei – vielleicht muss sich die ALF bald vorwerfen lassen, dass sie neben dem Luchs auch den Vogel in den Tod getrieben hat. (AP/hhs)

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