Tattoo-Opfer Kimberley Sterne-Stecher zahlt ihre OP

KORTRIJK (Belgien) – Die 18-Jährige mit dem entstellten Gesicht. Der Tätowierer macht ihr ein Angebot zur Versöhnung. Und zieht seine Lehren aus dem Fall.

  • Publiziert: 19.06.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

Sie sieht nur noch Sterne – und Tränen: Die Belgierin Kimberley Vlaeminck (18) droht dem Tätowierer Rouslan Toumaniantz mit einer Klage. Sie habe nur drei statt 56 Sterne gewollt, behauptet die Kundin. Sie sei zufrieden gewesen, bis der Vater ins Spiel kam, wehrt sich der Tattoo-Künstler (siehe Video).

Nur eine Laser-OP kann Kimberleys Gesicht wieder herstellen. Toumaniantz ist offenbar bereit, die Kosten dafür zu übernehmen. «Das wird etwa 3000 Euro kosten, aber ich werde das bezahlen», sagte er der belgischen Zeitung «7s7». Er sei kein Krimineller und wolle keinen Krieg.

Der selbst zutätowierte Sterne-Stecher hat aber einen Ruf zu verlieren. «Ich sage nochmals, dass Kimberley mir die Erlaubnis erteilt hat, aber ich möchte nicht, dass sie unglücklich wird.»

Toumaniantz selbst will auch nicht unglücklich werden – und passt künftig besser auf, wenn sich Kunden im Gesicht tätowieren lassen wollen: «Ohne schriftliche Erlaubnis werde ich das nie wieder tun», klimpern seine zugepiercten Lippen. (dip)

play Tätowierer Toumaniantz: Kimberley war sein erster Gesichts-Fall. Und droht zum Gerichts-Fall zu werden. (Screenshot)

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