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Humboldtpinguine sind vom Aussterben bedroht. Die Zoos, die sich die Tiere halten, sind also an Nachwuchs interessiert. Den gibt es aber nicht, wenn die Pinguine schwul sind – wie im Zoo von Bremerhaven. Die Verantwortlichen bestellten darum vier Pinguin-Damen aus Schweden. Die sollten die schwulen Männchen «bekehren».
Was ganz offensichtlich nicht geklappt hat. Die homosexuellen Pärchen brüten, wie es immer in solchen Fällen geschieht, Steine statt Eier aus. Der Einsatz der Schwedinnen hat sich also bis jetzt nicht ausbezahlt. Der Zoo hofft jetzt auf den Frühling – und einen entsprechenden Hormonschub.
Die «Bekehrungsversuche» des Bremerhavener Zoos stiess nicht nur bei den Humboldtpinguinen, sondern auch bei einer österreichischen Schwuleninitiative auf Widerstand. Sie verlangten, den Versuch an den «rechtsunmündigen Schutzbefohlenen» zu unterbinden.
Daraufhin stellte Zoodirektorin Heike Kück klar: Die sexuelle Identität der Pinguine darf gewahrt bleiben. Wenn sie sich nicht mit einem Weibchen paaren wollen, ist das kein Problem. Jeder kann hier nach seiner Façon selig werden», so Kück. Man habe nur versuchen wollen, ob die männlichen Pärchen an einer Vereinigung mit einer Dame interessiert seien.
Ein Humboldtpinguin - wie er sich in Bremerhaven vermehren sollte.- RDB