
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Das erste Eisbärenbaby im Berliner Zoo seit dreissig Jahren hats nicht leicht: Zunächst setzte seine Mutter Tosca ihn gleich nach der Geburt vor die Höhle, und Knut musste wochenlang alleine im Brutkasten schlafen (Blick Online berichtete). Die erste kritische Phase hat der kleine Bär jetzt überstanden – zu seinen Eltern darf er aber trotzdem nicht. Denn die würden ihn glatt zerfetzen.
«Kannibalismus ist unter Eisbären sehr verbreitet. Besonders die Männchen sind eine grosse Gefahr für Jungtiere», sagte Zoo-Kurator Ragnar Kühne gegenüber der «Bild».
Der knuddlige Knut hat nur eine Chance, wenn ihn die Pfleger liebevoll mit der Flasche aufziehen. Das Bärchen erinnert denn auch stark an ein Baby im Fellmantel: «Wenn er Hunger hat, schreit er wie ein Menschenbaby. Wenn er glücklich ist, gluckst er vor sich hin», sagt Pfleger Thomas Dörflein
Aber es ist noch nicht sicher, dass der Kleine auch überleben wird, denn es drohen allerhand Gefahren: Knut leidet etwa unter einem bösen Pilzbefall auf der Zunge, so dass er nichts mehr essen wollte. Pfleger Dörflein verabreicht ihm darauf Extra-Nährstoffe, damit Knut die Krankheit übersteht: «Seit zwei Tagen gebe ich ihm zur Milch spezielles Katzenfutter aus Amerika dazu – püriert».
Und Dörflein will alles tun, damit Knut die Aufwuchs-Strapazen auch wirklich durchsteht. Dazu gehört auch, dass er den kleinen Knuddel-Knut mit Babyöl einreibt, ihn bürstet und mit ihm kuschelt: «Das liebt er».
So wie sein Zwillingsbrüderchen, das vier Tage nach der Geburt an einer Darminfektion starb, soll das Eisbärenmärchen nicht enden. Wir drücken Knut alle Daumen und Pranken!