Knuddel-Knut ist ein Superstar!

  • Publiziert: 22.02.2007, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Ann Guenter

BERLIN – Er ist der coolste Berliner. Blick Online hat nachgefragt, wies dem kleinen Eisbären geht. Und gestaunt, wen das Bärenfieber alles gepackt hat.

Erst wollte ihm seine Mutter an den Kragen, dann ein Tierschützer (Blick Online berichtete). Doch seit der kleine Eisbär im Dezember zur Welt gekommen ist, befindet sich ganz Berlin im Bärenfieber. Knut hat Starqualität.

Und prominente Fans: Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit soll sich etwa jeden Tag über das Befinden des süssen Bären informieren. Und auch die Internationalen Filmfestspiele haben Knuddel-Knut adoptiert: «Welcome Knut» stand auf den Fahnen der Berlinale. Aus ganz Deutschland erreichen Kuscheltiere, Zeichnungen, Karte und Patenschaftswünsche den kleinen Bären.

Blick Online hat beim Kurator des Berliner Zoos, Heiner Klös, nachgefragt, wie Knuddel-Knuts Alltag denn so aussieht.


Blick Online sprach mit Zoo-Kurator Heiner Klös.

Blick Online: Herr Klös, ist Knut jetzt über den Berg?
Heiner Klös: Wir sind noch vorsichtig. Aber es dürfte eigentlich nichts mehr schief gehen. Dennoch: Knut bleibt noch in «Schutzhaft», das heisst, Medien und fremde Personen dürfen nicht zu ihm hinein.

Knut ist also immer noch in der Höhlenphase?
Das ist richtig. Eisbären in der Arktis wachsen in keimfreien Eishöhlen auf und sind deswegen äusserst anfällig. Umso wichtiger ist Hygiene und dass nur Knuts Pfleger, Thomas Dörflein, mit ihm Kontakt kommt.

Wie macht sich der Kleine so, was für Fortschritte lassen sich erkennen?
Er läuft schon fast und stemmt sich schon schön kräftig auf seine Vorderbeine auf. Nur die Laufbewegung mit den Vorder- und Hinterbeine in Einklang zu bringen, das macht ihm halt noch etwas Mühe. Und: Knut nimmt richtig schön zu. Derzeit wiegt er 6,5 Kilogramm!

Das ging aber schnell, bedenkt man, dass er im Brutkasten lag und wie ein kleines Würmli aussah...
Ja, das ist wohl so. Aber dank dem pürierten Hühnerfleisch mit Lebertran und Milch legt er pro Tag rund 100 Gramm zu. Und er versucht jetzt auch schon, selber aus dem Napf zu trinken. Die Flasche mag er aber immer noch lieber.

Ist die Beziehung zu Pfleger Thomas Dörflein noch immer eng?
Ja sicher, es ist eine sehr emotionale Bindung, denn die beiden sehen sich jeden Tag, und schmusen und tollen zusammen herum. Knut erkennt Herrn Dörflein anhand seines Geruchs und der Stimme. Dann ist seine Aufmerksamkeit eine ganz andere, er wird unruhig und aufgeregt in seinem Kästchen.

Und wann können wir denn mal den süssen Knut live sehen?
Also wir halten uns erstmal an zwei Punkte, die erfüllt sein müssen: Knut muss acht Kilo auf die Waage bringen und er muss laufen können. Ausserdem hören wir auf unser eigenes Bauchgefühl. Aber ich denke, wenn es so weitergeht, wird er innerhalb des nächstens Monats seinen öffentlichen Auftritt haben können. Aber das ist dann natürlich eine «Babyguckstunde» von einer halben Stunde oder so.

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