«Grebbo» ist im Ewigen Fluss

  • Publiziert: 25.10.2007, Aktualisiert: 03.01.2012

ZÜRICH – «Grebbo» war mit seinen 42 Jahren das älteste Zwergflusspferd in ganz Europa und ein Publikumsliebling im Zürcher Zoo. Doch jetzt wurde er eingeschläfert.

«Grebbo» war ein Charmeur. Wenn die Kinder ihn besuchen kamen, zog er für sie ihre Lieblingsshow ab: Er markierte sein Revier, indem er wild mit dem Schwanz herumwirbelte – und dabei möglichst viel Kot in der Gegend verteilte. Und treu war «Grebbo» auch: «Wanna» war seine grosse Liebe, mit ihr lebte das Flusspferdmännchen vier Jahrzehnte lang zusammen. Eine Seltenheit, denn Flusspferde sind ausgesprochene Einzelgänger.

«Wanna» starb im Mai – und heute folgte ihr «Grebbo». Denn «Grebbo» hatte immer mehr gesundheitliche Probleme. Er sah fast nichts mehr und in den letzten Tagen entwickelte sich an seiner linken Halsseite auch noch eine grosse Geschwulst. Eine Operation wollte man dem Greis nicht mehr zumuten, zumal die Heilungschancen nicht die besten waren. (gux)

Vier Jahrzehnte im Zürcher Zoo

Grebbo war im Jahr 1967 gemeinsam mit «Wanna» in Zürich eingetroffen. Die beiden waren ein Geschenk des damaligen Präsidenten von Liberia, William Tubman. Das Paar zeugte insgesamt 19 Jungtiere, von denen acht aufgezogen werden konnten. Da «Wanna» bei den Geburten ab 1993 nicht mehr ausreichende Milch produzierte, wurde das letzte, 1998 geborene Junge von Hand aufgezogen.

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