Fürs Kiffen Leiche geschändet

  • Publiziert: 09.05.2008, Aktualisiert: 02.01.2012

HOUSTON – Bizarrer gehts kaum: Drei US-Teenager müssen vor den Richter, weil sie die Überreste eines Toten missbrauchten, um Haschisch zu rauchen.

Marihuana mache kreativ, behaupten Kiffer. Sicher ist: Bei diesen drei Liebhabern hatte der Hanf-Dampf im Hirn-Zentrum für Anstand wohl einige Nebelpetarden gelegt, als sie auf die Idee kamen, ihren nächsten Joint in einer makabren Pfeife zu rauchen.

Auf einem alten Friedhof gruben sie ein Skelett aus, entfernten den Schädel mit einer Gartenschere und benutzten diesen als Haschpfeife – Kiffer nennen das einer Wasserpfeife ähnliche Rauchgerät Bong.

Die Sache flog auf, als einer der morbiden Kiffer von der Polizei in einem geklauten Wagen geschnappt wurde, berichtet der «Houston Chronicle». Im Verhör rückte der 17-Jährige dann mit der Friedhofs-Geschichte heraus, wohl um die Beamten vom Autodiebstahl abzulenken.

Wo ist der Schädel?

Der ermittelnde Polizist konnte die Kiffer-Story erst kaum glauben. «Es ist so morbid, dass ich mir niemanden vorstellen konnte, der so was tut», sagte er. Als die Beamten dann aber tatsächlich das geöffnete Grab entdeckten, war die Sache klar: Der Autodieb und seine zwei Kumpels müssen sich jetzt wegen Leichen- und Friedhofsschändung vor dem Richter verantworten.

«Das wichtigste Ziel ist es aber, den Körper des Toten wieder möglichst komplett zur ewigen Ruhe zu betten», sagte der Ermittler. Wo sich der Schädel befindet, hat er allerdings noch nicht herausgefunden. Bei der Leiche soll es sich um die Überreste eines 11-jährigen schwarzen Jungen handeln, der 1921 starb. (bih)

play Ihre makabre Experimentierlust bringt die beiden Kiffer vor den Richter. (Houston Police)

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