Irrfahrt knapp überlebt Fischer treibt drei Wochen hilflos in Karibik

Ein Fischer aus Puerto Rico ist in seinem Boot fast drei Wochen orientierungslos in der Karibik getrieben, bevor er auf der kolumbianischen Insel San Andrés an Land gespült wurde. Während seiner Irrfahrt ernährte er sich von rohem Fisch und Regenwasser.

  • Publiziert: 07.02.2012
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José Luis Mendez hatte riesiges Glück.

(WAPA TV)

Er will fischen gehen, als plötzlich sein Motor stottert und Probleme macht. Dann geht Fischer José Luis Mendez (40) das Benzin aus. Von da an treibt er hilflos auf hoher See in der Karibik, unfähig sein Boot zu manövrieren.

Das fünf Meter lange Boot wird von starkem Wind auf die offene See hinaus getrieben. Knapp drei Wochen lang dauert seine Tortur. «Ich habe einen 4 Kilogramm schweren Fisch gefangen, ihn in Würfel geschnitten und mit Pepsi hinuntergespült», sagt Mendez. Allerdings muss er ihn nach ein paar Tagen wegwerfen, da er schlecht wird. Mit einem Kanister fängt er Regenwasser ein, allerdings nicht viel, da es kaum regnete. 

Schliesslich wird er auf der kolumbianischen Insel San Andrés an Land gespült, hat endlich wieder festen Boden unter den Füssen. «Ich glaubte erst an eine Fata Morgana», sagt er. Die Zeit auf See sei schlimm gewesen: «Ich litt unendlich beim Gedanken an meine Familie, welche sich Sorgen um mich macht», sagt er.

In den 20 Tagen auf See habe er 20 Kilogramm abgenommen, sagte Mendez nach seiner Entlassung aus dem Spital. Bei seiner Irrfahrt legte Mendez rund 1600 Kilometer zurück. (SDA/num)

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