Armer Hund erstickte im Auto

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Fredy Herren

NEUENBURG – Das Berner Ehepaar vergnügt sich im Strandbad. Zur gleichen Zeit verendet sein Hund im Auto, das an der prallen Sonne steht.

Solche Leute sollten nie mehr ein Tier haben dürfen. Gedankenlos lassen sie ihren jungen Pyrenäenschäferhund im VW Sharan, als sie am heissen Sonntagnachmittag in der Neuenburger Badi Nid-du-Cro Abkühlung suchen.

Im Auto spielt sich ein tödliches Drama ab. Ihr Pyrenäenschäferhund kämpft in der Brutofenhitze verzweifelt um sein Leben.

Das Fenster ist nur etwa 2 cm geöffnet. Zudem ist das Tier in einer viel zu kleinen Kiste eingesperrt und ohne Wasser. Dem hechelnden Hund gelingt es noch, seinen Kopf aus der Kiste zu zwängen – seinen einsamen Todeskampf bekommt niemand mit.

Am Abend sieht endlich jemand das leblose Tier hinter den getönten Scheiben. Als Chefbademeister Didier Chassot (40) zum Auto kommt, ist der Hund tot. «Er hatte die Augen weit offen und sein Fell war triefend nass.»

Trotz Lautsprecheraufrufen erscheint das Ehepaar erst nach einer Stunde. Für Chassot ist das klar fahrlässige Tötung: «Die beiden dürfen nie mehr einen Hund besitzen.» Gegen das Ehepaar wurde Klage eingereicht. Es muss mit einer Busse bis 20000 Franken oder gar Haft rechnen.

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