Alte «Meimei» ist nicht mehr

  • Aktualisiert am 03.01.2012

PEKING – Umgerechnet auf den Menschen hatte die Pandabärin «Meimei» stolze 108 Jahre hinter sich. Gestern ist sie in einem chinesischen Zoo für immer eingeschlafen.

Sie war der älteste in Gefangenschaft gehaltene Panda der Welt. 20 von ihren 36 Lenzen verbrachte «Meimei» im Zoo der Stadt Guilin in der Region Guangxi. Wegen ihres hohen Alters litt das Tier an verschiedenen Gebrechen und konnte nicht mehr richtig essen.

Ihre Jugend erlebte «Meimei» im Naturschutzreservat Wolong in der südwestlichen Provinz Sichuan. Die Wälder des gemässigten Klimas in Mittelchina sind die Heimat der Riesenpandas. Noch etwa 1600 Tiere leben dort in freier Natur.

Wegen Zerstörung des Lebensraums und einer niedrigen Fruchtbarkeit ist der Panda vom Aussterben bedroht. So bringt ein Weibchen alle zwei bis drei Jahren bloss ein Neugeborenes zur Welt. Ausnahmen bestätigen die Regel: Die in Gefangenschaft lebende «Guo Guo» hat soeben Zwillinge geboren (siehe Bild).

Die Lebenserwartung bei Riesenpandas liegt bei 25 Jahren. China hält etwa 160 in Gefangenschaft gezüchtete Tiere, 20 davon sind an ausländische Zoos ausgeliehen.

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