Kurden stürmen in der Nacht die Städte: Anti-IS-Demos legen Europa lahm

Der Kampf um Kobane erschüttert Exil-Kurden in ganz Europa. In vielen Städten legten sie in der Nacht die Innenstädte lahm. Die Polizei wurde von den Spontan-Demos vollkommen überrascht – auch in Basel.

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Der Horror von Kobane lässt die Exil-Kurden nicht schlafen. Seit mehr als zwei Wochen ist die Grenzstadt zwischen der Türkei und Syrien nun schon Schauplatz heftigster Kämpfe zwischen der IS-Miliz und der kurdischen Armee. Die erschreckenden Ereignisse trieben in der Nacht tausende Kurden in ganz Europa auf die Strasse. Auch in der Schweiz. Nicht überall verliefen die Proteste friedlich.

Demo-Zug durch Basel

Beispiel Basel. Rund um den Marktplatz zogen Kurden durch die Strassen und blockierten Tram-Geleise und Zufahrtswege. Dabei schwenkten sie Fahnen, Plakate und riefen Parolen. Etwa 250 Personen waren daran beteiligt, teilt die Polizei heute mit. Die Trams mussten während rund 45 Minuten umgeleitet werden.

In Wien zogen mehr als 300 Demonstranten vor das Parlament. Die Spontan-Demo legte den kompletten Verkehr auf dem Wiener Ring lahm. Die Polizei wurde von den Protesten komplett überrascht.

Kurden besetzen Parlament

Das gleiche Bild in den Niederlanden: Hunderte Kurden besetzten den Regierungssitz in Den Haag. Die Polizei wies die Bevölkerung an, den Platz vor dem Parlament zu meiden. Die Demonstranten forderten im Gebäude lautstark ein verstärktes Vorgehen gegen den IS. Einige von ihnen hielten ein Transparent mit der Aufschrift „Brecht das Schweigen!«

Bahnhöfe gestürmt und blockiert

Auch in Deutschland war die Lage angespannt. In Hamburg zogen 200 wütende Kurden vor das Rathaus. Laut »Spiegel Online« rückte die Polizei mit 30 Streifenwagen an. In Nordrhein-Westfalen kam es zu Massenkundgenungen. In Essen, Düsseldorf, Dortmund und Münster stürmten Kurden in die Hauptbahnhöfe. Besetzten Gleise, Treppen und Zugänge.

Massenschlägerei zwischen Jesiden und Muslimen

Im niedersächsischen Celle wurde der Syrien-Konflikt mit Fäusten ausgefochten. Dort prügelten am Abend Jesiden und muslimische Tschetschenen aufeinander ein. Beteiligt: Rund 90 Personen. Bei der Massenschlägerei kam es zu Faustschlägen und Fusstritten. Laut »Cellescher Zeitung" gab es vier Leichtverletzte. Die Polizei schickte ein Grossaufgebot, um die Situation irgendwie in den Griff zu bekommen. (dr)

Publiziert am 07.10.2014 | Aktualisiert am 07.10.2014
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29 Kommentare
  • Welat  Kaya , via Facebook 07.10.2014
    Ich hab den Eindruck das die meisten Blick Leser nicht informiert sind. Was mich auch nicht wundert. Die Kurden kämpfen zurzeit für die Freiheit unserer Welt. Oder wollt ihr in 30 Jahren in einem islamischen Staat leben?! Liebe SCHWEIZER die Kurden können nicht zürück in die Heimat weil es keine mehr gibt. Informiert euch ein wenig bevor ihr so einen Unsinn schreibt. Die ganze Welt müsste demonstrieren und die IS bekämpfen ansonsten könnte es zu spät sein.
  • Welat  Kaya , via Facebook 07.10.2014
    Ich kann kaum glauben was ich da lese. In was für einer Welt leben wir. Was sollen die Kurden sonst tun. Die Kurden sind die einzigen die gerade diese Barbaren bekämpfen. Die ganze Welt schaut zu und hier in der aufgeklärten schweiz ärgern sich die Leute über die Demos. Glaubt ihr wirklich das die IS nach den Kurden den Rest der Welt in Ruhe lässt.
  • Daniel  Leuenberger aus Chisinau
    07.10.2014
    Die Kurden haben völlig recht zu demonstrieren. Der Westen schreit gegen den IS Staat auf aber sie kriegen nicht die Unterstützung die sie brauchen um gegen die IS zu kämpfen. Sie kriegen teilweise totaler Waffenschrott und die Türkei weigert sich Kurden aus Europa in deren Heimat gehen zu lassen weil ja darunter auch IS-Anhönger sein könnten, die für die falsche Seite kämpfen. Das ganze Problem ist nicht so einfach wie viele denken.
  • Rudolf  Sutter , via Facebook 07.10.2014
    Davon laufen und in den friedlichen Länder Chaos verbreiten das können solche Leute gut was haben wir mit dem Problem zu tun sind doch selber schuld nie geben sie sich zufrieden wollen immer mehr und am Schluss gehen sie unter und dann sollen wir solche wieder aus dem Dreck ziehen die sollen gehen und ihre Heimat selber verdeidigen langsam hält sich mein Mitleid in Grenzen den alles was man macht ist falsch also geht und sucht euren weg in eurer Heimat CIAO
  • werner  Müller 07.10.2014
    Da werden Parlamente besetzt und Sachschäden verursacht bei Ländern welche die Kurden unterstützten. Wie blöd und undankbar ist das denn? Die Niederlande ist z.B. für die Kurden in einem Kriegseinsatz.
    Die welche nach Unterstützung rufen sollen sich nach Syrien bewegen und dort selber kämpfen, wie ihre Landsleute.