Minen-Unglück in Chile Kumpel frisch rasiert und schön gekleidet

SANTIAGO DE CHILE - Die verschütteten Kumpel haben sich hübsch gemacht: In einem neuen Video präsentieren sie sich frisch rasiert und in roten T-Shirts.

  • Publiziert: 01.09.2010, Aktualisiert: 20.01.2012

Den verschütteten Kumpels in Chile geht es besser. In einem neuen Video des chilenischen Senders TVN zeigen sich die 33 Männer frisch rasiert, in neuen roten T-Shirts und frohen Mutes.

«Hoffentlich regnet es Kaffee»

Seit 5. August sitzen sie in der Mine fest – 700 Meter unter der Erde. Durch eine enge Röhre versorgen sie die Helfer von oben mit dem Wichtigsten. Dazu gehört ein Musikplayer. Den ganzen Tag hören sie das Lied «Hoffentlich regnet es Kaffee» vom domenikanischen Sänger Juan Luis Guerra.

Von oben kommt aber kein Kaffee. Auch Zigaretten bekommen die Kumpel aus Sicherheitsgründen nicht. Nikotin-Kaugummi müssen reichen. Ein Geschenk für einen musikalischen Kumpel war aber eine Mundharmonika.

Enttäuschungen vermeiden

Schöne Abwechslung, nach 26 Tagen unter der Erde. Wie lange sie noch eingesperrt sind, ist unklar. Ein NASA-Experte warnt davor, ein genaues Datum bekanntzugeben, weil die Enttäuschung zu gross sein würde, wenn es dann doch nicht klappen würde. Astronauten würde nie gesagt, wann genau sie zurück auf der Erde seien. (jes)

Die Rettung der 33 verschütteten Kumpel in Chile ist in ihre entscheidende Phase getreten. Am Dienstag begann ein Spezialbohrer, sich einen Weg in 700 Metern Tiefe zu bahnen. Die Kumpel werden während den Bohrungen bis zu 4000 Tonnen herabfallende Gesteinsbrocken wegräumen müssen – und wohl noch bis Weihnachten auf ihre Rettung warten. Sie sind damit die Bergleute, die weltweit bislang am längsten unter Tage ausharren mussten.

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