Kriegsschiffe jagen die Piraten

  • Aktualisiert am 03.01.2012
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MOGADISCHU – Das Luxus-Segelboot «Le Ponant» ist immer noch in der Hand von Piraten. Französische Kriegsschiffe verfolgen den Dreimaster aber aus sicherem Abstand.

Wann schlägt die französische Marine zu? In sicherem Abstand zur 88 Meter langen Luxusyacht «Le Ponant» kreuzen mehrere Kriegschiffe. Verteidigungsminister Fillon schloss einen Angriff nicht aus, betonte aber, dass man die Sicherheit der Besatzungsmitglieder des entführen Kreuzschiffes nicht gefährden werde.

Offenbar liegt das gekaperte Schiff im somalischen Hafen Eyl, wo sich die Piraten Versorgungsgüter an Bord bringen lassen. Immer noch hat die französische Task Force keinen Kontakt zu den Geiselnehmern. Was die Piraten eigentlich fordern, weiss niemand.

Am Freitag hatten die Freibeuter die Yacht geentert. «Le Ponant» befand sich mit einer Besatzung von 30 Mann, aber ohne Passagiere auf der Heimreise von den Seychellen und wollte durch den Suez-Kanal das Mittelmeer erreichen.

Für den Handstreich an Bord des Segelschiffes brauchten die Piraten übrigens keine Gewalt anzuwenden: Offenbar erreichten sie die «Le Ponant» ganz einfach über eine Badeleiter am Heck.

An der somalischen Küste im Golf von Aden. werden immer wieder Schiffe gekapert. Allein im letzten Jahr waren es 30 Überfälle. Oft wird für die Befreiung der entführten Schiffe Lösegeld verlangt. (bih)

Geiselnahme könnte sich hinziehen

Paris hat Kontakt zu den Piraten herstellen können. Der französische Aussenminister Bernard Kouchner sagte gestern Sonntagabend im Radiosender France Inter aber, die Geiselnahme könne sich möglicherweise noch länger hinziehen. Es käme jetzt darauf, dass die Kontaktaufnahme Früchte trage. Es müsse alles getan werden, um Blutvergiessen zu vermeiden. Zu einer möglichen Lösegeldzahlung wollte sich Kouchner nicht konkret äussern. (SDA)

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