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Krieg mit Fäkalien und Spucke

Aktualisiert um 07:58 | 12.09.2007

SAN JUAN – Üble Szenen spielen sich im US-Gefangenenlager Guantanamo ab. Zwischen Häftlingen und Wärtern ist schon lange ein Krieg auf kleinstem Raum entflammt.



Trister Gefängnisalltag in Guantanamo. (Reuters)
Trister Gefängnisalltag in Guantanamo. (Reuters)
Im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba kommt es immer wieder zu üblen Auseinandersetzungen zwischen den Häftlingen und den Aufsehern. Dies belegen die Abschriften von Verhörprotokollen.

Ein jemenitischer Häftling, Mohammed Ali Em al Zarnuki, berichtete, einige Gefangenen wollten sich das Leben nehmen. Dies, weil sie von den Wächtern immer wieder bei ihren Gebeten gestört worden seien. Andere Häftlinge erklärten, nur einige Aufseher würden sie mit Respekt behandeln, die anderen hingegen gar nicht. Deswegen komme es immer wieder zu ekligen Szenen, in denen Häftlinge die Wärter mit dem eigenen Kot beschmissen. Der Algerier Abdennour Sameur sagte, wer ihn wie einen Hund behandele, der werde von ihm genauso behandelt: «Ich habe mit Fäkalien geworfen und habe sie bespuckt.»

Die Streitkräfte haben die Lage in Guantanamo zwar als relativ ruhig im Vergleich zum vergangenen Jahr beschrieben. In einem Bericht vom vergangenen Monat hiess es allerdings, die Zahl der Zwischenfälle sei seit 2006 stark angestiegen.

Die Verhörprotokolle waren bei Anhörungen in Guantanamo im vergangenen Jahr entstanden. Dabei ging es darum, ob die Häftlinge in dem Gefangenenlager bleiben sollten. (AP/gux)
Häftlinge und Wärter: Kein Respekt für den anderen. (AP)
Häftlinge und Wärter: Kein Respekt für den anderen. (AP)
Häftlinge werden beim Beten gestört. (AP)
Häftlinge werden beim Beten gestört. (AP)
Fussfesseln als «Markenzeichen» Guantanamos. (Reuters)
Fussfesseln als «Markenzeichen» Guantanamos. (Reuters)
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