Kosten von 4 Milliarden Dollar! Trump stoppt neue Air Force One

NEW YORK - Eigentlich ist die neue Boeing 747-8 schon bestellt. Doch die Kosten laufen aus dem Ruder. Nun «cancelt» Donald Trump die Bestellung. Natürlich per Twitter.

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Riesenschlappe für Flugzeughersteller Boeing aus Seattle. Donald Trump will den Auftrag für neue Präsidenten-Flugzeuge stoppen. Nicht etwa, weil er lieber im Trump-Jet (einer Boeing 757) durch die Welt düsen möchte - sondern weil die Kosten «out of control» sind. Ausser Kontrolle.

Auf seinem Lieblingskommunikations-Kanal Twitter verkündete er, dass die Kosten mittlerweile bei vier Milliarden Dollar lägen.

Ob die Zahl stimmt, ist unklar. Bisher ging man aber immerhin von drei Milliarden Dollar aus. Die US-Regierung hatte Boeing mit dem Bau von zwei neuen Jumbo-Jets beauftragt, die man ums Jahr 2024 in Verkehr hätte setzen wollen.

Boeing hatte die Ausschreibung im Januar 2015 gewonnen. Es war aber nicht wirklich ein Wettbewerb, weil Boeings 747-8 das einzige US-Flugzeug war, das die Ausschreibungskriterien erfüllen konnte. Die Maschinen sollen als hochmoderne Befehlszentralen ausgestattet sein.

Die inzwischen gestiegenen Kosten bezeichnete Trump als «total lächerlich». Zwar wolle er, dass Boeing Geld mache, «aber nicht soviel Geld», sagte der künftige US-Präsident bei einer kurzen Begegnung mit Journalisten im New Yorker Trump Tower, seinem Hauptquartier.

«Der Tweet ist nonsense»

Die Boeing-Aktie lag in den USA am Mittag leicht im Minus. Boeing verwies in einem knappen Statement darauf, dass es derzeit für die «Air Force One» nur einen Vertrag in Höhe von 170 Millionen Dollar gebe, in dessen Rahmen die Ausstattung der zwei künftigen Präsidentenmaschinen festgelegt werden solle.

Das Unternehmen werde in den weiteren Phasen des Projekts mit der US-Luftwaffe zusammenarbeiten, damit «die besten Flugzeuge für den Präsidenten zum besten Wert für den amerikanischen Steuerzahler» ausgeliefert werden könnten, versicherte der Flugzeugkonstrukteur.

Luftfahrt-Analyst Richard Aboulafia von der Teal Group kritisierte in den US-Medien Trumps Aussagen. «Der Tweet ist nonsense und basiert auf exakt nichts».

Jetzige Maschinen etwas in die Jahre gekommen

Und Militär-Beraterin Loren Thompson ergänzt: «Die Air Force One hat einzigartige Kommunikations- und Sicherheitssysteme, die das Regieren auch während eines Atomkriegs sicherstellen. Das drückt den Preis nach oben.»

Bei der Luftwaffe ist man über Trumps Vorpreschen nicht glücklich. Die jetzigen Air-Force-One-Flugzeuge sind etwas in die Jahre gekommen. Sie fliegen beide seit Anfang der 90iger-Jahre. (bö/SDA)

Publiziert am 06.12.2016 | Aktualisiert am 07.12.2016
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39 Kommentare
  • Ivan  Marti , via Facebook 07.12.2016
    Das ist unlogisch, er will Jobs schaffen in Amerika, aber der Auftrag von diesen 2 Maschinen bei Boeing ein unternehmen von Amerika stoppt er. So läuft nun mal die Wirtschaft nicht.
  • Daniel  Schlatter , via Facebook 07.12.2016
    Ich bin z. Zt. in den USA. Die Zahl von 4 Mia. wird hier als reine Phantasie bezeichnet! Ich hörte heute Trump live phantasieren: "in den nächsten zwei Jahren werden wir Millionen und aber Millionenen von neuen Jobs kreieren (millions and millions of new jobs)!" Geht etwa ins gleiche Kapitel von Phantastereien.
    • Kunz  Rene 07.12.2016
      Daniel Schlatter: Zur Zeit in der USA und schon wieder ein Experte über Trump und seine Aktivitäten aber keine der Probleme, die Probleme der USA die über die vergangene Herrschaft von Obama geschaffen wurden.
    • Beat  Schenker aus Lugano
      07.12.2016
      Wenn es die gleiche in der TV wiedergegebene ist, dann wäre da noch eine billige Krankenversorgung für alle. Von Details sagte er allerdings nichts, aber es tönte so wie wen bisher in der USA an die Kranken gedacht hätte.
    • Andreas  Keller , via Facebook 07.12.2016
      Genau - und widerspricht sich selbst, indem er Mia Aufträge streicht und Zulieferer ins Elend stösst?! Man braucht in den USA nur in ein Restaurant zu gehen, bedient wird man von 3 Kellnern, bezahlt dann an der Kasse bei einer 5. Person. Man kann auch so uneffiziente Jobs schaffen...
  • Beat  Schenker aus Lugano
    07.12.2016
    Noch nicht im Amt und rechtlich nicht befähigt solche Entscheide zu treffen, annulliert Er eine 4 Milliarden Bestellung. Kein Mensch weiss woher Er diesen Preis hat. Boeing ist beauftragt abzuklären zu machen, die beiden Flugzeuge müssen ja die Kommando Möglichkeiten des Weissen Hauses bieten. Vorläufig geschätzte Kosten 3 Milliarden für zwei Flugzeuge.

    Ein Boeing Dirigent soll gestern den Umgang Trump‘s mit China in Frage gestellt haben, vielleicht hatte das eine Magenverstimmung zur Folge.
  • Kunz  Rene 06.12.2016
    Donald Trump könnte für unseren Bundesrat und unsere Parlamentarier, vor allem in Sachen Steuerngeld Verschwendung und Überfluss, noch ein sehr gutes Vorbild werden.
    • marcel  Ruetsche 07.12.2016
      Ein grosse Maul, aber kein Wort auf , das die Steuerzahler X Millionen zahlen muessen um seine Gatting und ein Kind zu beschuetzen, muss ja wirklich viele Skeletten in seinem Closet haben wenn er so in Sorge ist um seine Falilie, in seiner Position wuerde ich auch so denken, Gott sei Dank bin ich nicht in seiner Haut und das ist gut so.
    • Beat  Schenker aus Lugano
      07.12.2016
      Lieber nicht, die entstehenden Kosten kann ich mir nöhmlich nicht mehr leisten!
  • Charly  aus Belp
    06.12.2016
    Wieso braucht es zwei solche, schliesslich gibt es auch nur eine Präsidenten und durch zwei teilen kann er sich sicher nicht, also sind zwei nur Steuergelder Verschwendung, deswegen finde ich es richtig dass das ganze neu überlegt werden muss.
    • marcel  Ruetsche 07.12.2016
      Richtig, aber da diese Presidenten alle Maerchen-Erzaehler sind und die Versprechnungen im sande verlaeuft, so muessen sie 2 Maschinen haben, damit niemand weiss in welchen sie fliegen, und im anderen sind wie vor 300 Jahren die Versuchs-Schweinchen, moechte nicht in dieser Haut stecken.
    • Daniel  Schlatter , via Facebook 07.12.2016
      Und was geht Sie/uns das an? Die Amis dürfen Steuergelder verpulvern wie sie wollen. Ist ihre Kohle, nicht unsere!