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Haider war auf Du und Du mit einigen rechtsextremistischen Köpfen Europas. Und so wird erwartet, dass diese es sich nicht nehmen lassen, ihren Gesinnungsbruder offiziell zu verabschieden.
Jean-Marie Le Pen vom rechtsextremen französischen Front National dürfte erscheinen. Ebenso die Duce-Enkelin Alessandra Mussolini oder der Chef der italienischen Lega Nord, Umberto Bossi. Haider pflegte aber auch Kontakte zur rechtsextremen Szene in Belgien.
Bei der Verabschiedung des 58-Jährigen dürften also viele rechte Herzen im Gleichtakt schlagen. Die Bundesregierung schaut dem Ganzen gelassen entgegen: «Der Bundespräsident nimmt an den Trauerfeierlichkeiten teil», lässt gemäss «oe24» das Büro von Heinz Fischer heute schon einmal prophylaktisch verlauten.
Trauerfeier im Euro-Stadion
Bis zum Begräbnis wehen in Kärnten schwarze Trauerflaggen. Unklar ist, wo die Trauerfeier stattfinden soll. Immerhin wird erwartet, dass sich bis zu 50000 Menschen von Haider verabschieden wollen. Aber einen solchen Ansturm verkraften die Friedhöfe Kärntens nicht, sie sind zu klein. Jetzt denkt die Landesregierung darüber nach, zumindest die Feier im Klagenfurter Euro-Stadion stattfinden zu lassen.
Haider: Kärntens James Dean?
Die Trauer im Land Kärnten ist gross. Am Unfallort häufen sich Blumen, Kerzen und Karten. «Wir leben durch dich!» oder «Bitte Jörg, du musst nochmals vorbeikommen» ist da zu lesen.
Die österreichischen Medien vergleichen derweil das Schicksal des Landeshauptmanns mit jenem von James Dean oder Lady Di – mit jemandem also, der zu jung starb.
Und auch Haiders schärfste Kritiker halten sich an den Grundsatz «De mortuis nil nisi bene», zu deutsch: Über Tote spricht man nicht schlecht. (gux)