Kommt ihre Befreiung noch früh genug?

BOGOTA – Es eilt! Die FARC-Geisel Ingrid Betancourt ist so schwer krank, dass Kolumbien endlich in einen Tauschhandel mit den FARC-Rebellen einwilligt.

  • Publiziert: 28.03.2008, Aktualisiert: 14.01.2012
play Ingrid Betancourt: Abgemagert und sichtlich gezeichnet wartet die Politikerin an einem unbekannten Ort auf ihre Freilassung. (AP)

Seit mehr als sechs Jahren wird die damalige kolumbianische Präsidentschaftskandidatin im Dschungel von linken Rebellen festgehalten. Jetzt soll Ingrid Betancourt endlich freikommen: Kolumbien will sie gegen inhaftierte FARC-Mitglieder austauschen. Präsident Uribe unterzeichnete endlich ein entsprechendes Dekret.

Denn die Zeit eilt! Der gesundheitliche Zustand der 46-Jährigen ist dramatisch: Sie leide an Hepatitis B sowie am so genannten Schwarzen Fieber. Das von Sandfliegen übertragene Leiden ruft schwere Hautgeschwüre hervor.

Allerdings müssten die «Revolutionären Streitkräften Kolumbiens» (FARC), Betancourt und andere Geiseln zuerst freilassen. Erst dann würde die Regierung das Tauschgeschäft vollenden und die Häftlinge freilassen. Für Ingrid Betancourt beginnt damit der Wettlauf gegen den Tod. (SDA/bih)

Endlose Verhandlungen

Die FARC sollen etwa 740 Menschen in ihrer Gewalt halten. Etwa 40 von ihnen – Militärs, Polizisten und Politiker – wollen sie gegen 500 inhaftierte Rebellen austauschen. Allerdings können sich die Regierung des konservativen Präsidenten Uribe und die FARC seit Jahren nicht auf die Bedingungen sowie Ort und Zeitpunkt der Übergabe einigen.

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