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Der Todeszyklon «Nargis» hat den Süden von Burma zerstört. Gegen 100000 Menschen sind tot, befürchten Experten. Ebenso viele werden noch vermisst – mehr als eine Million Menschen sind obdachlos.
Die Schweizer würden den Burmesen gerne helfen. Vor zwei Tagen hat die Glückskette ein Spendenkonto für Burma eröffnet. Sprecher Roland Jeanneret: «Die Solidarität mit Burma ist gross. Übers Internet gehen jede Minute neue Spenden ein.»
Das Geld ist für Soforthilfe bestimmt. Die Menschen in Burma brauchen Trinkwasser und Plastikplanen für Notunterkünfte. Aber auch Kleider und Medikamente. Die Glückskette arbeitet mit Schweizer Hilfsorganisationen zusammen, die bereits vor dem Sturm in Burma aktiv waren.
Doch genau diese Soforthilfe wird vom burmesischen Regime verhindert. Dutzende von Expertenteams sitzen in Thailands Hauptstadt Bangkok fest.
Die burmesischen Generäle lassen sie nicht ins Land. Nur das Geld und die Hilfsgüter sind willkommen – nicht aber die Helfer. Doch die Organisationen wollen sich ein Bild von der Lage machen. Um dann entscheiden zu können, wie am besten zu helfen ist. Immerhin: Die Schweiz hat eine Expertin vor Ort.
Die Mitarbeiterin der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) durfte gestern in Burma einreisen – weil sie schon vor dem Sturm ein Visum hatte. Für die Deza koordiniert sie nun die Soforthilfe des Bundes von 500000 Franken.
Und heute darf das Internationale Rote Kreuz Hilfsgüter ins Land fliegen.
Glückskette-Sprecher Jeanneret glaubt, dass die Hilfe jetzt endlich anrollen kann: «Auch wenn schon einige Zeit seit dem Sturm vergangen ist – für Hilfe ist es nie zu spät.»
Spenden an Postkonto 10-15 000-6, Glückskette, 1211 Genf oder direkt online
Reisverteilung in Burma: Es fehlt aber nicht nur an Lebensmitteln.- Reuters