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Am Mittag trat Merz vor die Medien, nachdem er und der luxemburgische Finanzminister Luc Frieden ein Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet hatten.
Doch wie erst vermutet, sprach Merz dabei nicht über die Libyen-Affäre und die erhoffte Freilassung der beiden Schweizer Geiseln.
Im Umfeld von Bundespräsident Merz hiess es gestern immerhin, dass die unleidige Geisel-Sache der beiden in Libyen festgehaltenen Max Göldi und Rachid Hamdani «in 24 Stunden vielleicht schon ganz anders» aussehen könnte.
«Wir melden uns, sobald die beiden Schweizer in der Luft sind», so ein Sprecher des Eidg. Finanzdepartements (EFD) gegenüber Blick.ch. Das könne heute sein, müsse aber nicht.
Der Bundesrats-Jet hob heute Mittag auf dem Flughafen Bern-Belp ab, schreibt «Tagesanzeiger.ch». Doch ob das Flugzeug die Geiseln in Tripolis abholt, ist unklar.
Schliesslich will auch alt Nationalrat Jean Ziegler von seinen Quellen in Libyen erfahren haben, dass die Geiseln heute oder morgen freikommen könnten, wie er gestern gegenüber «10vor10» sagte. Und auch
Hanspeter Trütsch, SF-Bundeshauskorrespondent, hatte bereits in der «Tagesschau» vermutet: «Mein Bauchgefühl sagt mir, dass die beiden Geiseln morgen Abend schon in Freiheit sind.»
Die frühe Freilassung wäre nicht nur für die Betroffenen und ihre Familien ein Segen. Auch Bundesrat Merz würde profitieren. Er würde so aus der Schusslinie seiner Kritiker kommen. Weitherum hatte sein «Kniefall vor Gaddafi» Wut und Empörung ausgelöst. (snx/gux/num)
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Von der Freilassung der Geiseln hängt sein politisches Schicksal ab: Bundesrat Hans-Rudolf Merz. (Keystone)