Sicherheitsfirma holte Amateure für Silvesternacht 5-Euro-Flüchtlinge sollten Köln beschützen

KÖLN (D) - 59 Flüchtlinge sollten an der Silvesternacht von Köln (D), an der ein Sexmob wütete, für Sicherheit sorgen. Doch die Männer waren kaum vorbereitet, und einige brachen den Einsatz einfach ab.

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Vor einem Jahr wütete in der Silvesternacht in Köln ein Sexmob und begrabschte Hunderte von Frauen. Noch immer kommen neue Details ans Licht, die zeigen, wie die deutschen Behörden versagt haben.

Wie die Zeitung «Bild» heute schreibt, sollen am 31. Dezember 2015 gesamthaft 59 Flüchtlinge aus Erstaufnahmelagern als Wachmänner eingesetzt worden sein, die weder qualifiziert noch auf den Einsatz vorbereitet waren.

Die Anforderungen der Sicherheitsfirma waren minimal. Im Stellenprofil hiess es lediglich: «Beherrschung der deutschen Sprache, zumindest mittelmässig.» Ausserdem solle man warme Kleider mitbringen.

«Wir wussten nicht, wer die Leute sind»

«Unsere Mitarbeiter haben die Flüchtlinge einfach in drei Erstaufnahmeeinrichtungen in Ratingen eingesammelt und sie in Kleinbussen zu den Brücken gebracht. Wir wussten überhaupt nicht genau, wer diese Leute sind. Die bekamen eine Security-Weste und teilweise Funkgeräte», sagt ein ehemaliger leitender Angestellter der Sicherheitsfirma zu «Bild».

Die Folge: Einer der Flüchtlinge war während seines Dienstes betrunken, ein anderer brach die Schicht nach zwei Stunden ab. Ein Dritter liess sein Funkgerät mitgehen, und fünf weitere verschwanden mitsamt der Leuchtwesten, die sie bei ihrem Einsatz trugen.

Gleichzeitig zockte die Sicherheitsfirma laut «Bild» die Stadt Köln ab. So bekamen die Flüchtlinge fünf Euro pro Stunde, der Stadt wurde aber 15.40 Euro pro Stunde in Rechnung gestellt.

Qualifikation nicht überprüft

Ein Sprecher der Kölner Stadtverwaltung erklärte der Zeitung, von Fehlverhalten der eingesetzten Flüchtlinge auf den Rheinbrücken sei bisher nichts bekannt gewesen. Vor dem Einsatz sei lediglich die Anzahl der Wachleute überprüft worden, nicht aber deren Qualifikation. Da habe man sich auf den beauftragten Sicherheitsdienst verlassen.

Die Sicherheitsfirma selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (stj)

Publiziert am 29.12.2016 | Aktualisiert am 29.12.2016
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9 Kommentare
  • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
    30.12.2016
    Business as usual! Ich komme aus der Gegend und solange meine Erinnerung zurück reicht war Köln chaotisch, korrupt und kriminell. Die haben es sogar so weit getrieben das bösartige Zuhälter und Menschenhändler von der Kölner High Society hofiert und gefeiert wurden (Heinrich Schäfer, der "König vom Friesenplatz" oder sein Konkurrent im Rotlichtmilieu, Antonius Dumm, der war Fahrer und Bodyguard von Romy Schneider). Irgendwie macht in der Domstadt jeder mal sein krummes Ding.
  • Rolli  Wagner 29.12.2016
    Ich bin auch dafür, dass PolitikerInnen nicht nur ein Gehalt empfangen sondern auch die Verantwortung tragen müssen.
    Zum Beispiel Streichung der Pension bis hin zu Gefängnis.
  • Ferdinand  Frei aus Tanger
    29.12.2016
    Ist doch gut wenn die Sicherheitsindustrie mit dahergelaufenen Flüchtlingen gross Kohle machen kann, müsste man in der noch geld geileren Schweiz auch mal probieren. Hat den Behörden sicher ein mehrfaches von 5 Euro Std. Lohn verrechnet.....
  • Fritzpeter  Friedli , via Facebook 29.12.2016
    Es kommt nicht gut, wenn der Staat höchst sensible Aufgaben wie Sicherheit, an Institutionen mit unqualifiziertem Personal an Betrüger Firmen überträgt. Eine Schande die zum Himmel schreit! Siehe Resultat, die Grabscher von Köln und anderen Orten. Die Maske des Bösen hat voll durch geschlagen. Junge Menschen Frauen und Männer der zivilisierten westlichen Welt glaubten nicht, dass ihnen solches widerfahren könnte. Das Sicherheitsgefühl wurde von Sex Mob- Tätern, brutal und Hemmungslos ausgenützt!
  • Daniel  Evans 29.12.2016
    Bleibt zu hoffen, dass Lehren gezogen wurden auf dieses Jahr.
    Und Zusammenrottungen von diesen Gruppierungen schon gar nicht entstehen können.
    Es ist schade, dass bei gewissen Leuten ausser der puren Gewalt einfach gar nichts nützt.
    Vielleicht ist das auch deren Art Danke zu sagen für Sicherheit, Kost und Logis.