Knuts Ziehvater ist tot

  • Publiziert: 22.09.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

BERLIN – Er gab einst Knuddel-Knut den Schoppen – nun lebt Tierpfleger Thomas Dörflein nicht mehr. Wieso er tot in seiner Wohnung lag, ist noch unklar.

Wer erinnert sich nicht an die Bilder, die den bärtigen Dörflein Seite an Seite mit dem knuddligen Eisbär zeigten, wie er den kleinen Star liebevoll gehätschelt hat? Mancher hätte wohl gerne seinen Job mit dem Angestellten des Berliner Zoos getauscht, der Knut so nahe sein durfte.

Heute Mittag wurde der erst 44-jährige Thomas Dörflein tot in seiner Wohnung gefunden. Gemäss der «Berliner Morgenpost» bestätigte die Polizei diese traurige Nachricht. Die Todesursache ist noch unklar, doch gibt es derzeit weder Hinweise auf einen Mord noch auf einen Suizid Dörfleins. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur war Dörflein seit längerem schwer krank.

Dörflein hatte den winzigen Knut kurz nach seiner Geburt im Dezember 2006 mit der Flasche aufgezogen. Er lebte mehrere Wochen mit dem kleinen Bären im Zoo, wo er auch Weihnachtstage bei seinem Schützling verbrachte.

Als Dörflein vom heranwachsenden Knut Abschied nehmen musste, weil dieser zu gefährlich wurde, litt er stark unter der Trennung. Im letzten Dezember war er von den Lesern einer Berliner Zeitung und den Hörern einer Radiostation zum beliebtesten Menschen in der deutschen Hauptstadt gewählt worden. (hhs)

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