Knast für Sex vor der Ehe: Jetzt spricht das Vergewaltigungsopfer von Dubai

DUBAI - Der Wüsten-Staat Dubai verspricht Reichtum und Luxus. Doch hinter dieser Kulisse verbirgt sich eine hässliche Fratze. Marte Deborah Dalelv (24) lernte sie kennen.

Die Norwegerin Marte Deborah Dalelv (24) wurde in Dubai verhaftet, nachdem sie ein Mann vergewaltigt hatte. play

Die Norwegerin Marte Deborah Dalelv (24) wurde in Dubai verhaftet, nachdem sie ein Mann vergewaltigt hatte.

Keystone
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Die Norwegerin Marte Deborah Dalelv arbeitete seit 2011 in Katar bei einem Geschäft für Inneneinrichtungen. Hie und da machte sie Ausflüge in die Länder der Region. So auch im März dieses Jahres, als sie mit Kollegen nach Dubai reiste. Der norwegischen Zeitung «VG» erzählt sie nun, wie sie im Wüsten-Staat vom Vergewaltigungsopfer zum Justizopfer wurde.

Zum Abschluss der Geschäftsreise trafen sich die Beteiligten in Dubai für eine Party. Dalelv: «Es war ein langer Abend und wir tranken viel.» Als die 24-Jährige zurück ins Hotel ging, war sie derart betrunken, dass sie einen Kollegen bat, sie in ihr Zimmer zu begleiten.

Der Mann brachte sie in sein Zimmer.

«Als ich nicht mit hinein wollte, packte er mich hart an», sagt Dalelv. Dann habe er sie beruhigt und ihr zugesichert, sie könne in seinem Bett schlafen. Er lege sich aufs Sofa.

«Kleider waren weg, ich lag auf dem Bauch»

Am nächsten Morgen wachte Dalelv auf, weil sie vergewaltigt wurde. «Meine Kleider waren weg, ich lag auf dem Bauch.» Die Norwegerin wehrte sich. «Aber er drückte meinen Kopf am Nacken nach unten.» Erst als jemand an der Tür klopfte, konnte Dalelv davonrennen.

Sie bat den Hotelangestellten an der Rezeption, die Polizei zu rufen. «Für mich war es normal, mich sofort an die Polizei zu wenden.» Doch die Beamten interessierten sich nicht für die Vergewaltigung. Stattdessen gab es spöttische Bemerkungen: «Einer fragte mich zwei Stunden nach der Vergewaltigung, ob ich zur Polizei gegangen bin, weil es mir nicht gefallen hat.»

Was die Polizisten stattdessen interessierte, war die Frage, ob Dalelv Sex mit einem Mann hatte, mit dem sie nicht verheiratet war.

In der Folge untersuchte sie zwar ein Arzt, aber dieser wollte – obwohl er Verletzungen feststellte – von einer Vergewaltigung nichts wissen.

Dann der Schock: Die Polizei nahm ihr Pass, Geld und Handy ab und sperrte sie in eine Zelle ein.

Erst als die norwegische Botschaft von dem Vorfall Wind bekam, wurde Dalelv entlassen. Doch sie musste in Dubai bleiben – ein Gericht erhob Anklage gegen sie. Der Vorwurf: Sex ausserhalb der Ehe.

Schliesslich wurde Dalelv zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt.

Beim Täter liessen die Richter Milde walten

Die Norwegerin legte Berufung ein und ist daher vorerst auf freiem Fuss. Doch sie ist gefangen im Unrechts-Staat – ihr Pass ist immer noch in den Händen der Behörden.

Als wäre dieser Albtraum nicht schon schlimm genug, hat ihr auch noch der Arbeitgeber in Katar gekündigt. Begründung: «Unanständiges Benehmen.»

Der Vergewaltiger wurde zwar ebenfalls wegen Sex ausserhalb der Ehe verurteilt. Doch bei ihm liessen die Richter Milde walten: Er muss nur 13 Monate ins Gegfängnis. (noo)

Publiziert am 19.07.2013 | Aktualisiert am 21.07.2013
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25 Kommentare
  • Manolo  Blanco , via Facebook 22.07.2013
    ich würde nie im Leben jemals wieder in ein islamisches Land reisen. Ausserdem kommt der Islam ja eh immer mehr zu uns und auch wir werden, wie der Nahe Osten, islamisiert werden in den nächsten paar Jahrzehnten.
  • Thomas  Keller aus Zürich
    20.07.2013
    Die Geschichte ist sehr traurig, FALLS sie sich denn tatsächlich wie geschildert zugetragen hat. Während in mitteleuropäischen Breitengraden von vermeintlichen "Opfern" mittels des Begriffes "Vergewaltigung" häufig falsches Zeugnis geredet wird um Männer gesellschaftlich auf "politisch korrekte" Weise zu vernichten, muss man diesbezüglich in Dubai nicht bloss bei der Wahrheit bleiben, sondern wird leider auch bestraft, sollte man tatsächlich vergewaltigt worden sein.
  • John  Zysset aus Binningen
    , via Facebook
    20.07.2013
    Die ganze Sache ist für unsere Begriffe Jenseits von Gut und Böse , es gibt viele solcher Länder auf der Welt die man weder für die Arbeit und erst recht nicht für Ferien bereisen sollte ,AUSSER man liebt das Risiko ,aber dann hält sich mein Mitleid in Grenzen !!
    • Beni  Klarer 20.07.2013
      Wenn sie sich an die Gesetze und lokalen Gepflogenheiten und Sicherheitsempfehlungen halten, ist es an den meisten Orten sicher. Verbrecher gibt es jedoch überall.
  • Andreas  Lander aus Goldau
    , via Facebook
    20.07.2013
    Naja, dass das Opfer verspottet wird ist natürlich eine Schweinerei, andererseits sollte man heute wissen das Alkoholkonsum in islamischen Ländern einfach meist verboten ist und dann noch soviel davon konsumiert das man von völlig wildfremden ins Hotel geschleppt werden muss, hat zumindest eine Teilschuld verdient, dass aber der Täter nicht mal wegen Vergewaltigung dran kommt zeigt die völlig veraltete Tradition dieser Religion..die Frau ist da zum haushalten und gebähren
  • Beni  Klarer 20.07.2013
    1. Die Dame und der Herr haben 2 Gesetze gebrochen. 2. Wer genau hier im Westen kennt die Wahrheit, ob wirklich eine Vergewaltigung stattgefunden hat? Es gibt viele Behauptungen nach Sex in Hotels.