Chile Knapp tausend Tote bei Erdbeben

  • Publiziert: 01.03.2010, Aktualisiert: 19.01.2012

Was ist bloss mit unserer Erde los? Nur wenige Wochen nach der verheerenden Katastrophe auf Haiti wird Chile von einem Erdbeben ins Chaos gestürzt.

Was ist bloss mit unserer Erde los? Nur wenige Wochen nach der verheerenden Katastrophe auf Haiti wird Chile von einem Erdbeben ins Chaos gestürzt.

Die Naturkatastrophe von Haiti vom 12. Januar mit 300 000 Toten hat die Menschen rund um die Welt aufgerüttelt. Jetzt erschütterte Chile ein noch viel stärkeres Beben.

Der Erdstoss der Stärke 8,8 am Samstagmorgen um 3.34 Uhr (7.34 Uhr MEZ) war gewaltig. Das Epizentrum des Bebens lag rund 300 Kilometer südlich der Haupstadt Santiago, war aber bis ins 2900 Kilometer entfernte São Paulo (Brasilien) zu spüren.

Minuten später rollte eine Flutwelle an die Küste und überflutete viele Orte. Immer wieder bebte die Erde. Gegen 1000 Tote, Tausende Verletzte, Hunderttausende zerstörte Wohnungen, Millionen Betroffene. Am schlimmsten ist es in Concepción. Die Hafenstadt liegt in Trümmern. Die Menschen übernachteten auf der Strasse, aus Angst vor Nachbeben. Vor zerstörten Spitälern liegen Verletzte aufgebahrt. Fast alle Geschäfte sind am Sonntag geschlossen. Wer offen hat, bietet seine Ware zu Wucherpreisen an.

Und schon wird geplündert: Die Einwohner stürmen die Supermärkte, raffen Lebensmittel und Trinkwasser, so viel sie tragen können.

Entwarnung im Pazifikraum: Das Beben in Chile erzeugte einen Tsunami, der gestern Hawaii und Australien erreichte. Die Wellen waren zum Glück weniger hoch als befürchtet.

Chiles künftiger Präsident will Armee gegen Plünderer einsetzen

Angesichts von massiven Plünderungen in den chilenischen Erdbebengebieten hat sich der künftige Präsident des Landes, Sebastián Piñera, für den Einsatz der Armee ausgesprochen. Noch-Staatschefin Michelle Bachelet solle die Armee in die betroffenen Gebiete schicken, um Verbrechen, Plünderungen und Unruhen zu verhindern, sagte Piñera gestern. Recht und Ordnung drohten verloren zu gehen. Piñera war im Januar zum neuen Präsident des Landes gewählt worden und soll am 11. März sein Amt antreten. (SDA)

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