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Solch entsetzliche Wunden haben die Ärzte der Neurochirurgie im Turiner Spital «Regina Margherita» noch nie gesehen: Die Kopfhaut ist lose, das halbe Gesicht klafft. Das rechte Auge ist aus der Höhle gerissen. Ihre Patientin ist ein elfjähriges Mädchen aus Sri Lanka. Das Kind wurde am letzten Donnerstag von einem Mastino angefallen und buchstäblich zerfleischt. Es erlitt Bisswunden am ganzen Körper. Besonders schwer verletzt wurden Kopf und Hals.
Die Tragödie passierte in einem Ort nahe der Schweizer Grenze. Die Kleine spielte im Garten der Villa Azalea von Belgirate (Verbania) mit den Kindern des Hauswarts, als der 70 Kilo schwere Kampfhund über sie herfiel. Nur mit Mühe konnte das Tier von seinem Opfer weggezerrt werden.
Sieben Stunden operierten die Turiner Neurochirurgen notfallmässig. Es folgen zahlreiche Eingriffe, um das Gesicht des Kindes so weit wie möglich wiederherzustellen. Das Mädchen bleibt derweil im künstlichen Koma.
Mastinos sehen zwar oft herzig aus, sie sind es aber leider nicht immer.- Keystone