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Einen Tag nach seinem unterirdischen Atomwaffentest sowie Raketentests hat Nordkorea nach Informationen aus Südkorea zwei weitere Kurzstreckenraketen getestet. Beide Raketen seien vom Boden abgefeuert worden, so die Nachrichtenagentur Yonhap.
Unter Berufung auf Regierungskreise in Seoul berichtet Yonhap, es handle sich um eine Boden-Luft-Rakete sowie eine Boden-Wasser-Rakete. Sie seien beide nahe der Stadt Hamhung an der Ostküste ins Meer gefallen. Die Geschosse hatten den Angaben zufolge eine Reichweite von rund 130 Kilometern.
Bereits gestern hatte Nordkorea offenbar drei Kurzstreckenraketen getestet, kurz nach dem international scharf kritisierten Atomwaffentest (Blick.ch berichtete).
Der unterirdisch gezündete atomare Sprengsatz war der zweite Test von Diktator Kim Jong Il seit Oktober 2006. Der neue Atomwaffentest bedeutet einen schweren Rückschlag in den seit sechs Jahren andauernden Bemühungen, Nordkorea von seinen Ambitionen auf ein Atomwaffenprogramm abzubringen.
In einer Dringlichkeitssitzung verurteilten die 15 Mitglieder des Uno-Sicherheitsrats gestern einstimmig den Test und nahmen Beratungen über weitere Sanktionen auf.
Im Oktober 2006 hatte der UNO-Sicherheitsrat in seiner Resolution 1718 Nordkorea weitere Atomwaffen- oder Raketentests untersagt. Nach zwischenzeitlichen Verhandlungserfolgen hatte Pjöngjang Anfang April eine Langstreckenrakete getestet.
Dies zog eine scharfe Verurteilung durch den Uno-Sicherheitsrat sowie weitere Sanktionen nach sich – gefolgt von neuen nordkoreanischen Provokationen. (SDA/noo)
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Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Il. (Reuters)