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Vier Konzentrationslager als Bahnhöfe, ein Hakenkreuz als Startfeld und abscheuliche Spielaufträge wie «gefangene Juden beim nächsten KZ abgeben»: Die Killer-Nazis aus Zwickau haben das Spiel Monopoly als Grundlage genommen und daraus «Pogromly» gemacht.
Reichsmark und SS-Felder
Widerlich, was sich alles auf dem Brettspiel findet. Bezahlt werden die Grundstücke in der Nazi-Währung. Ein Gaswerk kostet 3000, ein Konzentrationslager 4000 Reichsmark. Wer Besitzer aller vier KZ ist, kann das Vierfache an Miete verlangen.
Zudem gibt es SS- und SA-Felder. Wer auf das Feld mit dem Hitler-Portrait kommt und laut «Heil Hitler» ruft, darf das gesamte Geld aus der Spielmitte nehmen.
Das antisemitische Spiel wurde laut «Bild.de» 1997 von Uwe Mundlos (†38), Uwe Bönhardt (†34) und Beate Zschäpe (36) gewerbsmässig hergestellt und an andere Neo-Nazis verkauft.
«Pogromly» kostete 100 Mark
Das wollte sich mit dem Verkauf seinen Lebensunterhalt im Untergrund finanzieren. André K., ein Verbündeter der drei, soll es in der rechtsextremen Szene weiterverkauft haben. Offenbar haben so mindestens 15 Stück à 100 Mark den Besitzer gewechselt. (kko)