Maschine säubert Wasser im Golf von Mexiko Kevin Costner putzt die Ölpest weg

WASHINGTON – Hollywood-Star Kevin Costner finanzierte jahrelang ein Team von Wissenschaftlern, um eine Maschine zu entwickeln, die Öl von Wasser trennt. Die wird nun im Krisengebiet eingesetzt.

  • Publiziert: 20.05.2010, Aktualisiert: 13.01.2012
play Eine kleine Version von Costners Wunderwaffe gegen die Ölpest. (Screenshot WDSU)

Costner finanziert die Firma Ocean Therapy Solution. Deren Ingenieure haben es geschafft, mittels Zentrifugalkraft Wasser von Öl zu trennen. Und zwar mit einem Erfolgsgrad von 99,9 Prozent.

Diese Erfindung bot der Hollywood-Star dem Ölkonzern BP zum Einsatz in den bedrohten Regionen an – und der willigte ein, diese in den nächsten Tagen zu testen, bestätigte ein BP-Sprecher gegenüber «ABC».

Ocean Therapy Solutions hat die Maschinen in verschiedenen Grössen hergestellt. Die Grössten schaffen knapp 800‘000 Liter Wasser pro Tag zu säubern – sie sollen näher an der Unglücksstelle eingesetzt werden.

Die Zeit drängt. Denn ein rasches Ende der Ölpest im Golf von Mexiko ist nicht in Sicht. Erst am Wochenende versuchen Ingenieure das Bohrloch mit zu stopfen. Doch im Bundesstaat Louisiana ist bereits der Ernstfall eingetreten.

Im Marsch- und Sumpfland am Mississippi-Delta wurde eine dickflüssige, schwarze Öl-Brühe gesichtet. Das Gebiet gilt als ökologisch höchst empfindlich und ist wichtig für die Fischindustrie.

Gespräche der USA mit Kuba

Weltweit fürchten Wissenschaftler, dass das Öl neben der ohnehin bedrohten US-Küste bald auch Kuba und den Atlantik erreichen könnte. Die Ölmassen im Meer könnten von einer Strömung erfasst und bis an die Ostküste der USA gespült werden.

Die USA wollen nun Kuba regelmässig über den neuesten Stand informieren, wie ein Sprecher des Aussenministeriums in Washington sagte. Auf Arbeitsebene gebe es bereits Gespräche. Weitere Einzelheiten gab der Sprecher nicht bekannt. Kuba und die USA führen seit 1961 keine diplomatischen Beziehungen mehr.

Vor vier Wochen war die Bohrinsel «Deepwater Horizon» nach schweren Explosionen gesunken. Seitdem sprudeln täglich ins Meer (Blick.ch berichtete). Allerdings ist es BP gelungen, einen Teil des austretenden Öls aufzufangen und in einen Tanker zu pumpen. (num/SDA)

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